Mönchengladbach, Deutschland


Mönchengladbach ist eine Großstadt in Nordrhein-Westfalen.

Am 01. 01.1975 wurden die Stadt Mönchengladbach, die Stadt Rheydt und die Gemeinde Wickrath zur Stadt Mönchengladbach zusammengelegt.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


Die ersten Siedlungen auf dem heutigen Stadtgebiet sind über 300.000 bis 400.000 Jahre alt. Dies wird belegt durch Funde des späten Homo erectus und des Neandertalers im südlichen Teil des heutigen Stadtgebiets und im Südosten von Schloss Rheydt.

2013 fanden Forscher südlich von Schloss Rheydt, eine Siedlung aus der Altsteinzeit von vor circa 13.500 Jahren.

Aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit sind zahlreiche Hügelgräber erhalten, die bereits einer bäuerlichen Kultur angehörten.

Zur Römerzeit gab es im 1. bis 3. Jahrhundert ein römisches Straßendorf (Vicus Mülfort) mit einer Furt über die sumpfige Niers sowie Straßenverbindungen nach Neuss und an die Maas. 352 n.Chr. wurde das Straßendorf durch die Franken zerstört und bliebt lange Zeit danach unbesiedelt.


Mittelalter

Um etwa 800 n. Chr. siedelten sich Franken in der Region an.  

974 wurde das Gladbacher Münster erbaut und es wurde eine Abtei durch den Kölner Erzbischof Gero und den Trierer Mönch Sandrad gegründet. Die Mönche trieben die Besiedlung voran und legten im 12. Jahrhundert einen Markt an. Handwerker und Gewerbetreibende ließen sich in der Folgezeit in der Region nieder.

1363 bis 1366 wurden Mönchengladbach Stadtrechte erteilt. Mönchengladbach erhielt eine Stadtmauer aus Steinen, die von den Bürgern unterhalten wurde.


Französische Revolution

Im Oktober 1794 marschierten französische Revolutionstruppen in Mönchengladbach ein. Als der deutsche Kaiser Franz II. 1801 im Frieden von Lunéville das linke Rheinufer an Frankreich abtrat, wurde die Stadt auch den französischen Religionsgesetzen unterworfen. Als Folge wurde die Abtei aufgelöst. Die letzten 31 Mönche verließen das Kloster Ende Oktober 1802. Die wichtige, über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Bibliothek der Abtei wurde weitgehend geplündert oder zerstört. Von 1798 bis 1814 gehörte die Mairie Gladbach zum Kanton Neersen im Arrondissement de Crévelt im französischen Département de la Roer.


1815 bis heute

Ab 1815 stand Mönchengladbach unter preußischer Verwaltung. Im Oktober 1890 wurde in Köln der Volksverein gegründet, wählte aber M. Gladbach als Sitz.

1929 wurde Mönchengladbach mit Rheydt und anderen Gemeinden zur Doppelstadt Gladbach-Rheydt vereinigt. 1933 wurde die Doppelstadt Gladbach-Rheydt auf Wunsch des aus Rheydt stammenden Reichspropagandaministers Joseph Goebbels wieder geteilt.

In der Nacht zum 11./12. Mai 1940 flogen Flugzeuge der Royal Air Force Luftangriffe auf Mönchengladbach. Bei den Bombardements starben 4 Menschen. Der schwerste Angriff fand in der Nacht vom 30. auf den 31. August 1943 statt. Der letzte Großangriff erfolgte am 1. Februar 1945. Aus 160 Flugzeugen wurden 1200 Spreng- und 65.000 Brandbomben abgeworfen. Zum Kriegsende war die Stadt zu fast siebzig Prozent zerstört, mehr als 1.500 Zivilpersonen starben bei den Luftangriffen.

Zwischen dem 26. Februar und 1. März 1945 wurde Mönchengladbach durch die Alliierten erobert. Dabei wurde im Grenzlandstadion auch eine Krankenhauseinheit stationiert. Am April 1945 errichteten US-Truppen das neun Quadratkilometer große Kriegsgefangenenlager Wickrathberg. Dort lebten mindestens 150.000 deutsche Soldaten unter sehr harten Bedingungen im Freien und sie schliefen hauptsächlich in selbst gegrabenen Erdlöchern. Die Verpflegung war mehr als spärlich. Zeugen sprachen von 20 Todesfällen am Tag, andere von mehr als 200 Toten täglich. Die genaue Zahl ist nicht bekannt. Das Lager existierte bis September 1945. Nach dem Krieg erlangte die Textilindustrie langsam wieder an Bedeutung; später auch der Maschinenbau.

1975 wurden Mönchengladbach, Rheydt und die Gemeinde Wickrath zusammengelegt.