Montabaur, Deutschland


Montabaur ist eine Stadt in Rheinland-Pfalz und auch ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und Sitz der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises.

1972 wurden folgende Gemeinden in Montabaur eingemeindet:

  • Bladernheim
  • Elgendorf
  • Eschelbach
  • Ettersdorf
  • Horressen
  • Reckenthal
  • Wirzenborn

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


959 wurde Montabaur erstmals urkundlich erwähnt.

Zwischen 931 und 949 ließ Herzog Hermann unter seiner Burg eine Kirche aus Holz errichten, die er dem Koblenzer Marienkloster schenkte. Das Kloster ließ die Holzkirche durch eine Steinkirche ersetzen. Im 11. Jahrhundert fiel Montabaur an das Erzbistum Trier.

1291 erhielt Montabaur die Stadtrechte.

Aus dem Jahr 1336 ist die erste Judenverfolgung überliefert.

1359 ist erstmals ein Bürgermeister erwähnt. Auch gab es einen Schultheiß.

Im 15. Jahrhundert gab es 13 Zünfte, darunter Wollweber, Bäcker, Gerber und Krämer und die Stadt wurde mit ihrem Leder- und Tuchgewerbe sehr wohlhabend. Die Wollweberzunft unterhielt in Frankfurt eine eigene Handelsniederlassung.

1452 gab es eine Schule in der Stadt.

1491 vernichtete ein Großbrand innerhalb weniger Stunden alle Gebäude in Montabaur.

Um 1520 wurde die mittelalterliche Burg zu einem Renaissanceschloss ausgebaut.

1534 wurden viele Gebäude bei einem Großbrand zerstört.

1586 wurden jährlich sechs Jahrmärkte in Montabaur abgehalten.

1592/93 wurden im Rahmen der Hexenprozesse 30 Personen hingerichtet.

1628 wurde die Stadt mit einer Poststation an das Netz der Kaiserlichen Reichspost angeschlossen.

Von 1629 bis 1631 wurden im Rahmen der Hexenprozesse Todesurteile gegen 80 Einwohner verhängt, darunter auch Kinder.

1639 wurde Montabaur während des Dreißigjährigen Krieges von schwedischen Truppen besetzt. Es folgten Besatzungen durch andere Kriegsparteien. Die Bevölkerung war nach Ende des Dreißigjährigen Krieges von knapp 2.000 auf 150 Einwohner geschrumpft.

1667 wurden viele Gebäude bei einem Großbrand zerstört.

1779 wurden jährlich zwölf Jahrmärkte in Montabaur abgehalten.

1789 eröffnete die erste Apotheke.

Ab 1851 wurde das Schloss als Lehrerseminar genutzt.

Im 18. und 19. Jahrhundert war Montabaur für die Schuhmacherei bekannt. In den Jahren 1864 bis 1866 waren 66 Schuhmacher in Montabaur aktiv, 1898 waren es nur noch neun.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte Montabaur zur französischen Besatzungszone.

Bis 2004 war Montabaur ein Bundeswehrstandort.