Müller Philipp, 1894, Karbach (Hunsrück)


Geboren am:

01.03.1881 in Kempen

Gestorben am:

02.10.1918 im der Nähe von Becquigny, Frankreich

Verheiratet:

nein

Kinder:

keine

Geschwister: ja
Eltern: Heinrich Hubberten und Therese Hubberten geb. Holthausen

Der Eifer für sein Haus verzehrte ihn

Philipp Müller wurde am 13.03.1894 in Karbach im Hunsrück als Sohn tiefgläubiger Eltern geboren. Nach den Gymnasialjahren und dem Beginn der theologischen Studien in Trier kam die Einberufung als Soldat. Am 07.08.1921 wurde er durch Bischof Michael Felix Korum im Hohen Dom zu Trier zum Priester geweiht. Als Kaplan wirkte er von 1921 – 1925 in Dillingen, von 1925 – 1926 in Spiesen und von 1926 – 1930 in Saarbrücken Sankt Jakob. Hier fand er die Priesterpersönlichkeiten, die nachhaltig seinen eigenen Seelsorgestil prägten.

In Sohren, wo er von 1930 bis 1936 tätig war, prallte er als Pastor mit den damaligen nationalsozialistischen Machthabern zusammen und wurde inhaftiert. 1936 berief ihn der Bischof als Pastor nach Saarbrücken Sankt Marien. Drückend war die Schuldenlast für den Neubau der Pfarrkirche. Kaum abgedeckt, wurde die Kirche während des Zweiten Weltkriegs zerstört.

Als Bettler zog Philipp Müller von Gemeinde zu Gemeinde, um sie wiederaufzubauen. Starke persönliche Züge seines Glaubens und seiner kindlichen Verehrung zur Gottesmutter fanden ihren Niederschlag in der Ausgestaltung der Kirche. Als guter Hirte war er seinen Gemeindemitgliedern in rührender Weise verbunden. „Der Eifer für sein Haus verzehrte ihn.“ Obwohl bereits von der Krankheit gezeichnet, konnte er mit seinen Angehörigen und seiner Pfarrgemeinde das Goldene Priesterjubiläum am 05.09.1971 begehen.

Philipp Müller starb am 07.11.1971 in Saarbrücken im Alter von 77 Jahren und wurde in der Pfarrkirche Sankt Marien beigesetzt.


Gedenkseite 224