München, Deutschland


München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern.

Nach Berlin und Hamburg ist München mit mehr als 1,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands.

Die kreisfreie Stadt München ist zudem Verwaltungssitz des  Landkreises München und des bayerischen Bezirks Oberbayern.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


1158 wurde München erstmals urkundlich erwähnt. Das Jahresdatum entspricht aber nicht dem Gründungsdatum der Stadt, dieses ist nach wie vor unbekannt.

Der deutsche König und spätere römisch-deutsche Kaiser Herzog Ludwig IV. wählte 1328 München als seine Residenz und ließ den Mauerring erweitern.

1442 wurden die jüdischen Bürger aus München vertrieben. Bis etwa 1750 lebten keine Juden mehr in der Stadt.

1468 wurde mit dem Bau der Frauenkirche begonnen und nach 20 Jahren Bauphase fertiggestellt.

1589 gründete Wilhelm V. das Hofbräuhaus.

1628 wurde München kurfürstliche Residenzstadt von ganz Altbayern.

1632 wurde die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges von schwedischen Truppen besetzt. Um einer Zerstörung durch die Schweden zu entgehen, musste München ein hohes Lösegeld zahlen. Wenig später brach die Pest aus, an der 33 Prozent der Bewohner starben.

1704 kam die Stadt im Spanischen Erbfolgekrieg für mehrere Jahre unter habsburgische Besatzung, da sich Kurfürst Maximilian II. Emanuel mit Frankreich verbündet hatte.

1759 wurde die Bayerische Akademie der Wissenschaften gegründet.

1789 wurde der englische Garten angelegt.

Ab 1778 begann Münchens Aufstieg zur Großstadt. Die Entwicklung wird 1806 durch Napoleon begünstigt, weil dieser Bayern zum Königreich Bayern erhob und Teile Frankens, Schwabens und die Rheinpfalz hinzukamen. Seit Napoleon konnte auch Protestanten das Münchner Bürgerrecht erwerben. So wurde der Bevölkerungszuwachs gefördert und die Stadt wurde planvoll erweitert.

Im 19. Jahrhundert wurde in München das Abwassersystem ein.

1896 wurde die Münchner Kulturzeitschrift Jugend erstmals herausgegeben.

1911 wurde die Künstlervereinigung Der Blaue Reiter gegründet.

Während des Ersten Weltkrieges wurde München zwar von Bomben getroffen, aber es entstanden keine großen Schäden. Schlimmer war die schlechte Versorgungslage der Bevölkerung. Es kam zu Streiks und Verhaftungen und eine zunehmend revolutionäre Stimmung entstand. Nach dem Ende des Krieges kam es 1919 in München zu revolutionären Unruhen kommunistischer und sozialistischer Gruppen, im Frühjahr 1919 von Reichswehr und Freikorps gewaltsam niedergeschlagen.

In den Folgejahren entwickelte sich München zur Keimzelle nationalsozialistischer Aktivitäten und war Sitz der NSDAP. Pläne Hitlers nach Machtergreifung die Stadt zur Führerstadt umbauen zu lassen wurden nur teilweise umgesetzt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde München durch alliierte Luftangriffe stark zerstört. Am 30.04.1945 wurde München von US-Truppen eingenommen.

Beim Wiederaufbau nach dem Krieg orientierte man sich weitgehend an dem zuvor zerstörten historischen Stadtbild Münchens. Viele Dienstleister aus den Bereichen Finanzdienstleistungen und Medien siedelten sich in der Stadt an. Auch die Firma Siemens ließ sich in München nieder. München entwickelte sich in den Nachkriegsjahren zu einem High-Tech-Standort.

1972 fanden die XX. Olympischen Spiele in München statt. Die Spiele waren überschattet durch die Geiselnahme und Tötung israelischer Athleten durch palästinensische Terroristen, 17 Menschen starben. Als Konsequenz wurde in Deutschland die GSG 9 gegründet.

Das Münchener Glockenbachviertel entwickelte sich zu einem Zentrum der Schwulenbewegung, wo auch der Queen-Sänger Freddy Mercury wohnte.

1992 wurde der Franz Josef Strauß Flughafen eröffnet.

2002 wurde die Pinakothek eröffnet.

2004 entschieden sich die Münchener Einwohner gegen den Bau von Gebäuden mit mehr als 100 Metern Höhe. Seither werden keine Gebäude mehr gebaut, die die 99 Meter hohen Türme der Frauenkirche überragen.