Münster, Deutschland


Münster ist eine Stadt im Westen Deutschlands.

Zwischen 1875 und 1975 wurden folgende Gemeinden in Münster eingemeindet:

  • 1875 Teile der Gemeinden Lamberti, Sankt Mauritz, Überwasser    
  • 1903 Aaseestadt, Berg Fidel, Geistviertel, Gievenback, Kinderhaus, Lamberti: Gremmendorf mit Loddenheide, Mecklenbeck, Rumphorst sowie Teile des heutigen St. Mauritz, Sentrup
  • 1956 Teile von Coerheide, Gelmer, Kemper
  • 1975 Albachten, Amelsbürgen, Angelmodde, Handorf, Hiltrup, Nienberge, Roxel, St. Mauritz, Sprakel, Wolbeck

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

 

Chronik


793 gründete der Missionar Liudger auf dem heutigen Stadtgebiet ein Kloster. Nachdem Liudger 805 zum ersten Bischof von Münster ernannt wurde, begannen die Dombauarbeiten.

1170 erhielt Münster die Stadtrechte. In diese Zeit fällt auch der Bau der knapp 4 Kilometer langen Stadtmauer. Münster entwickelte sich in den Folgejahren zur größten Stadt in Westfalen.

1358 bis 1454 erlangte Münster als Mitglied und ab 1494 als Vorort der Hanse in Westfalen eine große Bedeutung. Zu dieser Zeit wurden auch die prächtigen Häuser der Kaufmänner am heutigen Prinzipalmarkt erbaut.

1648 wurde in Münster und Osnabrück der westfälische Friede geschlossen, mit dem der Dreißigjährige Krieg und der Achtzigjährige Krieg beendet wurden.

1806 wurde Münster von französischen Revolutionstruppen eingenommen und wurde 1808 Teil des Großherzogtums Berg. 1811 wurde Münster Teil des Französischen Kaiserreichs. 1813 wurden die Franzosen durch preußische und russische Truppen aus der Stadt vertrieben.

1815 fiel Münster aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen und wurde dort Provinzialhauptstadt der neu gegründeten Provinz Westfalen.

1915 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000 und Münster wurde somit zur Großstadt.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war die Stadt Sitz der Gauleitung des Gaus „Westfalen-Nord“ sowie der Gestapo, die für den Mord an etwa 200.000 Juden, Sinti, Roma, Homosexuellen und anderen Gruppen beteiligt war. Einer der bekanntesten Widerständler des Naziregimes ist Clemens August Graf von Galen, der später den Beinamen Der Löwe von Münster erhielt.

Durch alliierte Luftangriffe gehörte die Stadt nach Kriegsende zu den am stärksten zerstörten Städten Deutschlands. Anfang April 1945 wurde Münster von US-Truppen eingenommen.

Nach Kriegsende wurde beim Wiederaufbau die historische Altstadt wiederaufgebaut.

1990 trafen sich Hans-Dietrich Genscher und Eduard Schewardnadse zu Gesprächen über die Wiedervereinigung Deutschlands.