Nittel, Deutschland


Nittel an der Obermosel ist eine Ortsgemeinde im Kreis Trier-Saarburg. Nittel gehört zur Verbandsgemeinde Konz.

1974 wurden die Gemeinden Köllig und Rehlingen nach Nittel eingemeindet. 

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Funde aus der Steinzeit belegen eine frühe Besiedlung von Nittel. Aufgrund der Nähe zu Trier, wo sich vor mehr als 2000 Jahren die Römer niederließen, gibt es auch in Nittel Funde, die auch hier eine römische Besiedlung belegen.

Im Jahr 1000 wird der Weinbau in Nittel erstmals in einer Urkunde des Trierer Erzbischof erwähnt, da der Ort jährlich ein Ohm Wein (etwa 145 Liter) an das Kloster Maximin nach Trier abliefern musste.

Die Bewohner Nittels haben über viele Jahrhunderte fast ausschließlich von Weinbau und Landwirtschaft gelebt.

Nittel erlebte über viele Jahrhunderte Veränderungen der herrschaftlichen Verhältnisse und damit verbunden zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen.

Im Jahr 1558 gehörte Nittel zum Herzogtum Lothringen, besaß aber Ländereien auf beiden Seiten der Mosel, also auch auf der Seite des Herzogtum Luxemburg. Aufgrund des Nitteler Landbesitzes auf beiden Moselseiten konnte der Herzog von Lothringen Zölle bei der Durchfahrt von Schiffen an diesem Moselabschnitt erheben. Dem Herzogtum Luxemburg war dies ein Dorn im Auge und so ließen die Luxemburger daher 1558 den Zöllner entführen.

Nach der Zeit der Lothringer gehörte Nittel mehrfach zu Frankreich, zu Luxemburg, dann auch zu den Österreichischen Niederlanden.

1815 fiel Nittel aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen.

1816 war der Sommer sehr verregnet und kalt. Die Getreideernte verdarb und der Wein war ungenießbar. Es kam zu einer Hungersnot. Das verdorbene Getreide führte in der Bevölkerung im Winter 1816 zu Krankheiten. Auch 1817 verdarb die Ernte aufgrund des schlechten Wetters und die Hungersnot wuchs.

1844 brannte die Schule in Nittel ab.

In den 1870er Jahren begann der Ausbau des Eisenbahnnetzes entlang der Mosel. Für Nittel war weder eine Haltestelle noch ein Bahnhof eingeplant. Nur weil die Bewohner Nittels bereit waren 800 Reichsmark an die Eisenbahngesellschaft zu zahlen, wurde eine Haltestelle in dem Ort eingerichtet.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Nittel 1946 zunächst dem Saargebiet zugeordnet. 1947 wurde Nittel dann in das neue Bundesland Rheinland-Pfalz eingegliedert.