Paderborn, Deutschland


Paderborn ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Folgende Gemeinden wurden im Laufe der Zeit in Paderborn eingemeindet:

  • 1969 Marienloh, Wewer
  • 1975 Benhausen, Dahl, Elsen, Neuenbeken, Sande, Schloß Neuhaus

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik

877 bis 1899


Auch wenn es in dem Gebiet in und um die heutige Stadt Siedlungsfunde aus der Altsteinzeit, von den Römern, Bruketern gab, entstand die heutige Stadt erst um das Jahr 1000 n. Chr.

777 wird Paderborn erstmals urkundlich im Zusammenhang mit der ersten fränkischen Reichsversammlung Karls des Großen erwähnt. 799 trifft sich Karl der Große mit Papst Leo III. in Paderborn zu Gesprächen über seine Kaiserkrönung im Jahr 800 in Rom und Gründung eines Bistums und Bau einer Kirche.

822 erhält Paderborn das Münzrecht.

1000 werden durch einen Großbrand fast alle Häuser und der Dom zerstört.

1009 beginnt der Neubau des Doms.

1019 wurde das Benediktinerkloster Abdinghof gegründet.

1028 wurde Paderborn erstmals als Stadt erwähnt, wobei die Stadtrechte vermutlich schon um das Jahr 1000 verliehen wurde.

1058 wird die Stadt bei einem Großbrand fast vollständig zerstört. Nach Wiederaufbau wird die Stadt 1133 erneut durch ein Feuer zerstört und 1165 werden bei einem Brand Häuser im Westen der Stadt zerstört.

1225 schränkt König Heinrich VII. die Macht der Bischöfe ein, nachdem die Bürger sich 1222 gegen die Bischofsherrschaft aufgelehnt hatten. Die Bürger erhalten Privilegien.

Um 1254 war Paderborn Hansestadt, um 1279 gab es ein Rathaus.

1289 und 1340 wurde die Stadt bei einem Großbrand fast vollständig zerstört.

1341 starben viele Einwohner an der Pest.

1506 wurde die Stadt erneut bei einem Großbrand fast vollständig zerstört. Für den Wiederaufbau wurde auch eine künstliche Wasserversorgung eingeplant, die 1523 fertiggestellt wurde.

1525 wurde Paderborn protestantisch. Um 1580 begann die katholische Kirche erfolgreich mit einer Gegenreform. 1604 wird der protestantische Bürgermeister hingerichtet.

1614 wurde die Jesuitenuniversität gegründet.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt 16-mal belagert und durch Plünderungen stark verwüstet.

1658 wurde das Michaelskloster, die älteste Schule für Mädchen in Nordrhein-Westfalen, gegründet.

1770 wurde das erste Waisenhaus in Paderborn eröffnet.

1772 erschien zum ersten Mal das „Paderbornische Intelligenzblatt“.

Ende 1803 gelingt es dem Apotheker Friedrich Sertürner erstmals aus Opium Morphium zu gewinnen.

1806 wurde Paderborn von französischen Revolutionstruppen besetzt und kommt zum Königreich Westphalen.

1815 fiel Paderborn aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen.

1818 löste die preußische Regierung die Universität Paderborn auf.

1820 wurde Paderborn Garnisonsstadt.

1825 wurde in der Stadt die Berufspolizei eingeführt.

1850 wird Paderborn an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1854 wurde das Gaswerk gebaut und ein Jahr später wurde die Straßenbeleuchtung von Öl- auf Gasbetrieb umgestellt.

1890 entstand nördlich von Paderborn der erste Truppenübungsplatz.

 

1900 bis heute


1909 wurde die Paderborner Elektrizitäts- und Straßenbahn-Aktiengesellschaft (PESAG) gegründet.

In der Zeit der Weimarer Republik erreichte die katholische Zentrumspartei KPD fast immer die absolute Mehrheit in Paderborn. 1929 entstand der erste NSDAP-Ortsverband in Paderborn, der sich schon bald Straßenschlachten mit der KPD lieferte.

Auch wenn die NSDAP bei Wahlen im März 1933 deutlich hinter der KPD lag, kam es zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten.

Am 10.11.1938 wurde mittags die jüdische Synagoge in Brand gesteckt. Eigentlich sollte die Synagoge bereits nachts abgebrannt werden. Durch die Nähe zum Krankenhaus und durch die Weigerung der Feuerwehr, die Nachtruhe der Krankenhauspatienten zu stören, wurde der Brand auf später verlegt. Somit konnten fast alle Gegenstände vorher aus der Synagoge gerettet werden. Wie überall im Dritten Reich wurden die meisten Juden in Konzentrationslager deportiert, darunter auch 6 Waisenkinder im Jahr 1942.

Bei Luftangriffen wurde die Stadt zu 85 Prozent zerstört. Am 01.04.1945 wurde die Stadt von US-Truppen eingenommen.

1946 wurde die Pädagogischen Hochschule gegründet.

1965 wurde Paderborn an das Erdgasnetz angeschlossen.

1972 wurde die Universität Paderborn neu gegründet.

1977 findet die 1200 Jahr Feier statt.

1981 beginnt der Bau der Paderhalle.

1994 findet die vierte Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens in Paderborn statt.

2007 findet der Nordrhein-Westfalen-Tag in Paderborn statt.