Poli Frieda geb. Grunsfeld, 1871, Hebenshausen


Geboren am: 06.02.1871 in Hebenshausen
Gestorben im: 23.09.1942 im Vernichtungslager Treblinka
Verheiratet mit: Meier Poli
Kinder:

Selma, Henny und Martin Moses

Geschwister:

8, darunter Johanna, Gitta, Jenny, Minna, Malchen 

Eltern: Isaak Grunsfeld und Pauline Grunsfeld  
Enkelkinder: Ernst und Walter Gans 

Aus ihrem Leben

Frieda Poli wurde am 06.02.1871 als Tochter von Isaak Grunsfeld und Pauline Grunsfeld in Hebenshausen geboren und wuchs dort mit ihren 8 Geschwistern auf. Nach ihrer Schulzeit heiratete Sie Meier Poli aus Petershagen. Sie lebte mit ihm und den zwei Töchtern Selma und Henny und dem Sohn Martin Moses in Petershagen.

Während des Zweiten Weltkrieges musste sie harte Schicksalsschläge hinnehmen, als immer mehr jüdische Familienmitglieder Opfer der Nationalsozialisten wurden.

Ihr Sohn Martin Moses, der Lehrer in Frankfurt war, wurde bereits am 10.11.1938 im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Sie hatte keine Möglichkeit sich von ihm zu verabschieden.

Moritz Gans, der Vater ihres Schwiegersohnes Paul Gans, der am 28.10.1925 in Petershagen ihre Tochter Henny geheiratet hatte, wurde am 10.11.1941 im Ghetto Minsk ermordet. 1941 zog ihre Tochter Henny mit Schwiegersohn Paul Gans und den beiden Enkelkindern Ernst und Walter zu ihr nach Petershagen. Anfang 1942 starb ihr Schwiegersohn Paul an einem Blasentumor. Keine zwei Monate später musste sie machtlos zusehen, wie ihre beiden 8 und 14 Jahre alten Enkelkinder und ihre Tochter Henny von den Nationalsozialisten verschleppt wurden. Alle drei Familienmitglieder wurden am 31.03.1942 in das Ghetto Warschau deportiert und dort für tot erklärt.

Ende Juli 1942 wurde auch Frieda Poli von Münster über Bielefeld nach Theresienstadt deportiert. Sie traf dort am 31.07.1942 ein. Von dort wurde sie im September in das Vernichtungslager Treblinka weiter deportiert. Frieda Poli wurde am 23.09.1942 im Alter von 71 Jahren in Treblinka ermordet.

Ihr Sohn Martin Moses wurde im August vom Konzentrationslager Buchenwald in das polnische Konzentrationslager Majdanek deportiert und dort am 15.08.1942 im Alter von 44 Jahren hingerichtet.

Nur ihre Tochter Selma, die mit Max Mindus aus Ihrhove in Niedersachsen verheiratet war, überlebte den Holocaust. Nach Kriegsende fanden die Eheleute Mindus in San Diego in Kalifornien ein neues Zuhause. Beide verstarben im Jahr 1961. Die Ehe der beiden blieb kinderlos.


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