Pünder Magda geb. Statz, 1895, Lennep


Geboren am:

11.12.1895 in Lennep

Gestorben am: 23.07.1983 in Köln 
Verheiratet mit: Hermann Josef Pünder (*01.04.1888 in Trier - † 03.10.1976 in Fulda)
Kinder: 3 Söhne und 2 Töchter (Hermann, Adelheid, Winfried und Tilman und 1 Tochter, die früh verstarb)
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: Richard Statz und Adele Statz geb. Biesenbach

Aus ihrem Leben

Magda Statz wurde am 11.12.1895 in Lennep geboren. Ihre Eltern waren der Aachener Jurist Richard Statz, später Geheimer Justizrat und Landgerichtsrat in Düsseldorf, und die aus einer Düsseldorfer Juristenfamilie stammende Adele Statz geb. Biesenbach. 

In Düsseldorf verlebte sie ihre glückliche Kindheit und Jugend, in den Sommermonaten auf der geliebten „Villa Biesenbach" der Großmutter im nahen Gerresheim. Der Erste Weltkrieg sah sie in vielfaltiger Hilfstätigkeit. Für die unterernährten Düsseldorfer Kriegskinder organisierte sie Erholungsreisen in das neutrale Holland. Dafür erhielt sie das Kriegsverdienstkreuz. 

1918 begegnete sie dem gebürtigen Trierer Hermann Josef Pünder. In ihrer 1920 geschlossenen glücklichen Ehe wurden 3 Söhne und 2 Töchter geboren; eine Tochter starb kurz nach der Geburt. Während der „goldenen Zwanziger Jahre" lebte die junge Familie in Berlin. Von 1926 bis 1932 war Hermann Pünder Staatssekretär und Chef der Reichskanzlei. Seine kluge Frau gab ihm Kraft und Rat. Die politischen Wirren des Jahres 1932 brachten die Versetzung als Regierungspräsident nach Münster. Westfalen wurde Magda Pünder zur zweiten Heimat. Mit Bravour bewältigte sie nun das Landleben auf dem Eichenhof. Die Hinrichtung ihres Bruders Leo 1943 durch die Nationalsozialisten und die Verhaftung ihres Mannes nach dem 20.07.1944 waren Tiefpunkte, die sie tapfer meisterte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Köln zum Mittelpunkt ihres Lebens, wo ihr Mann zunächst als Oberbürgermeister, später als Bundestagsabgeordneter wirkte.

Ihre dichterische Gabe, ihr sprühendes rheinisches Naturell, ihre kritische Urteilskraft gegenüber allen Entwicklungen im geistigen, religiösen und familiären Leben, ihre Vitalität und Beweglichkeit prägten Magda Pünders starke Persönlichkeit. Nach dem Tode ihres Mannes 1976 wurde sie zum Zentrum der Familie bis in die 4. Generation, für ihre Kinder, 15 Enkel und 6 Urenkel. Ihre kurze, schwere Krankheit stand sie durch mit Geduld und Würde. 

Magda Pünder starb am 23.07.1983 in Köln im Alter von 87 Jahren und wurde auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt.


Gedenkseite 1340