Remscheid, Deutschland


Remscheid ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

1929 wurden die Städte Lennep und Lüttringhausen in Remscheid eingliedert. Remscheid wurde durch die Eingliederungen Großstadt.

1975 wurde Bergisch Born in Remscheid eingegliedert.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


1173 und 1189 wurde Remscheid erstmals urkundlich erwähnt. Die Namensendung „-scheid“ ist typisch für eine Ortsgründung in der Rodungsphase 12./13. Jahrhundert. „Scheid“ bedeutet Wald und damals wurden Wälder gerodet, um Siedlungen entstehen zu lassen.

Remscheid entstand im Laufe der Jahrhunderte aus einer Vielzahl von teilweise weit verstreuten Wohnplätzen im Bergischen Land. Das Bergische Land eignete sich aufgrund von Bergen und Tälern nicht besonders zur Stadtgründung, denn die naturbedingten Begebenheiten ließen eine geschlossene Ansiedlung nicht zu. Remscheid entstand dadurch das Wohnplätze im Laufe der Jahrhunderte zu einer Einheit zusammenwuchsen.

1808 wurden Remscheid die Stadtrechte verliehen. Die Stadt bestand damals aus mehr als 6.000 Einwohnern, die teils verstreut auf etwa 80 Wohnplätzen leben. Zu dieser Zeit gehörte Remscheid seit 1806 zu Frankreich, denn die Region war von französischen Revolutionstruppen besetzt.

1815 fiel Remscheid aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen.

In der Zeit der Industrialisierung wuchs Remscheid, so dass Remscheid bald die seit 1230 bestehende Nachbarstadt Lennep überholte.

1893 erhielt Remscheid eine Straßenbahn.

1923 wurde Remscheid von französischen Truppen besetzt, Schulen mussten geschlossen werden, da sie für die Unterbringung der Soldaten genutzt wurden. Die Besatzung endete im Oktober 1924.

1929 wurden die Städte Lennep und Lüttringhausen in Remscheid eingliedert. Remscheid wurde durch die Eingliederungen Großstadt.

Nach Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurden mehr als 170 Juden und mehr als 30 Widerstandskämpfer in Konzentrationslagern ermordet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt zu mehr als 3/4 zerstört. Am 15.04.1945 wurde Remscheid endgültig von US-Truppen eingenommen. Nach Kriegsende kamen mehr als 24000 Flüchtlinge (vor allem Vertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten) nach Remscheid.

2005 wurden in Remscheid zum Gedenken an die jüdischen Bewohner, die während des Zweiten Weltkrieges ermordet wurden, die ersten Stolpersteine durch Gunter Demnig verlegt.