Renn Heinz Dr., 1911, Hamburg


Geboren am:

15.05.1911 in Hamburg

Gestorben am: 11.04.1992 in Jülich
Verheiratet mit: Paula Renn geb. Krumpen
Kinder: 4, darunter Ortwin, Regina
Geschwister: nicht bekannt
Eltern:

nicht bekannt

Aus seinem Leben

Heinz Renn wurde am 15.05.1911 in Hamburg geboren, wuchs jedoch in dem Eifelort Baasem, einem heutigen Ortsteil der Gemeinde Dahlem, auf. Seine Eltern stammten aus Baasem, waren jedoch vor dem Ersten Weltkrieg nach Hamburg gezogen, um dort ein Möbelgeschäft zu betreiben. Seine Schulzeit verbrachte er zunächst in Hamburg und nach dem Tod seines Vaters ab 1921 in Baasem. Er lebte auf dem Bauernhof seiner Großeltern und sollte nach den Plänen seiner Großeltern nach Abschluss der Volksschule deren Hof übernehmen. 1925 trat er dann auch eine Stelle als Helfer in der Landwirtschaft an.

Nachdem seine Volksschullehrer zuvor vergeblich versucht hatten, seine Großeltern zu überzeugen, Heinz auf ein Gymnasium zu schicken, gelang es 1926 dem Pfarrer des Ortes Heinz in dem Konvikt in Bad Münstereifel unterzubringen, wo er 1933 sein Abitur an dem St.-Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel machte.

Nach seinem Abitur studierte er Latein, Griechisch und Geschichte an der Universität zu Bonn, an der er am 18.03.1939 mit seiner Arbeit über das erste Luxemburger Grafenhaus mit „summa cum laude“ promovierte. Er erhielt daraufhin die einzige Assistentenstelle an der Universität Bonn.

1940 heiratete er Paula Krumpen. Aus der Ehe stammen 4 Kinder.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde er von der Wehrmacht eingezogen und geriet in russische Gefangenschaft. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft war er als Privatlehrer in Schmidtheim, wo seine Familie während des Krieges untergekommen war. Da die Kinder in Schmidtheim und Umgebung nach Kriegsende keine Möglichkeit hatten, weiterführende Schulen zu besuchen, eröffnete Dr. Heinz Renn eine Privatschule. Später war er als Studienrat in Köln und Euskirchen tätig.

Von 1954 bis 1963 übernahm er als Oberstudienrat die Verwaltung des St.-Michael-Gymnasiums in Bad Münstereifel. 1963 wurde ihm das Amt des Oberstudiendirektors für das Humanistische Gymnasium in Jülich übertragen. Unter seiner Leitung wurde das Gymnasium in die historischen Gemäuer der Zitadelle integriert.

Am 31.07.1976 ging er in Ruhestand, arbeitete aber wissenschaftlich weiter und veröffentlichte Werke zur Geschichte Jülichs und der Eifel. Seine historischen Forschungen wurden mit vielen Ehrungen honoriert wie unter anderem dem Bundesverdienstkreuz, dem Ehrenring der Stadt Jülich, der silbernen und goldenen Ehrennadel des Eifelvereins.

Dr. Heinz Renn starb am 11.04.1992 im Alter von 80 Jahren in Jülich.


Gedenkseite 1030