Reulen Karl, 1924, Aachen


Geboren am: 03.08.1924 in Aachen
Gestorben am: 15.03.2003 in Lobberich 
Verheiratet mit: Gertrud Reulen geb. Geerkens
Kinder: 4
Geschwister: 3
Eltern: Heinrich Reulen und Christine Reulen 

Aus seinem Leben

Karl Reulen wurde am 03.08.1924 als erstes von vier Kindern des Lehrers Heinrich Reulen und seiner Frau Christine in Aachen geboren.

Da sein Vater schon früh verstarb, wurde er sehr jung in die Verantwortung für die Familie mit eingebunden. Das verstärkte sich in den Kriegsjahren, als sein Bruder Franz bei Stalingrad vermisst wurde und er außerdem die Last der Evakuierung der eigenen Familie und des großelterlichen Hofes mittragen musste. 

Nach dem Krieg war Karl Keulen zunächst als Schulhelfer tätig, studierte dann an der TH Aachen Mathematik und Physik, arbeitete 3 Jahre in der Industrie als Marktanalytiker und legte neben seinem Beruf an der PA Aachen sein Examen als Realschullehrer ab.

1953 heiratete er die Lehrerin Gertrud Geerkens. Dieser Ehe wurden vier Kinder geschenkt.

Karl Reulen

Nach ersten Berufsjahren an der Marianne-Rhodius-Realschule für Mädchen in Krefeld fand er seine berufliche Erfüllung als Direktor der Johannes-Kepler-Realschule Süchteln, die er von 1965 bis 1989 mit viel Weisheit, Kompetenz und einem offenen Herzen für die Kollegen und die ihm anvertrauten Schüler leitete. Auch die Mitarbeit in den Fachseminaren zur Lehrerausbildung sowie bei den Curriculumreformen der Realschule waren ihm äußerst wichtig. 

Karl Reulen war aber nicht nur ein geschätzter Pädagoge, sondern auch ein durch und durch politischer Mensch. Schon früh engagierte er sich in den politischen Gremien seiner Heimatstadt Lobberich und wurde 1970 zum ersten Bürgermeister der neu gegründeten Stadt Nettetal gewählt. 24 Jahre lang prägte er in diesem Amt weitsichtig und mit viel Geschick das Gesicht seiner Stadt. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er im Jahre 2000 zum ersten Ehrenbürger dieser Stadt ernannt. Es scheint nur folgerichtig, dass sich Karl Reulen in zahlreichen Gremien und Vereinen der Pfarre St. Sebastian und seiner Heimatstadt engagierte. Stellvertretend sei hier seine geachtete Mitarbeit in der St. Sebastianus- und Marien-Bruderschaft genannt, der er viele Jahrzehnte als Brudermeister vorstand. 

Den Rückhalt für dieses ausgefüllte und zufriedenstellende Leben fand er in seiner Familie und in seinen festen Wurzeln im christlichen Glauben. Nach dem Tode seiner Frau Gertrud 1998 waren ihm besonders seine Kinder, seine Enkelkinder und seine Freunde eine Stütze. 

Karl Reulen starb am 15.03.2003 in Lobberich nach kurzem, schweren Leiden im Alter von 78 Jahren.


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