Rheda-Wiedenbrück, Deutschland


Rheda und Wiedenbrück waren bis Ende 1969 selbständige Städte, die im Rahmen einer Kommunalreform am 01.01.1970 mit den Gemeinden Batenhorst, Lintel, Nordrheda-Ems und St. Vit zur Stadt Rheda-Wiedenbrück zusammengelegt wurden.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Um 785 Gründung der ersten Kirche in Wiedenbrück.

952 verleiht Kaiser Otto I.  Wiedenbrück das Markt-, Münz- und Zollrecht

1088 wird Rheda erstmals urkundlich erwähnt.

1170 erfolgt der Bau der Burg Rheda.

1185 wird das Kloster Marienfeld gegründet.

1230 beginnt der Bau eines Torturms mit Kapelle für die Burg Rheda.

1259 wird das Kollegiatstift in Wiedenbrück gegründet, dem die Pfarreien Wiedenbrück, St. Vit, Langenberg, Rheda, Gütersloh und Neuenkirchen unterstellt sind.

1355 erhält Rheda die Stadtrechte.

1495 wird ein Armenhaus in Wiedenbrück gegründet.

1549 wird das älteste, heute noch erhaltene, Fachwerkhaus in Wiedenbrück erbaut.

1573 erhält Rheda das Marktrecht.

1580 stirbt ein Großteil der Einwohner Wiedenbrücks an der Pest.

1588 führt Arnold V. in Rheda die evangelische Kirchenordnung ein und errichtet eine Lateinschule.

1602 beginnt der Bau der Stadtkirche durch Arnold V.

Während des Dreißigjährigen Krieges quartieren sich 1626 dänische Truppen in der Burg Rheda ein und plündern Wiedenbrück. 1627 vertreiben kaiserliche Truppen die Dänen. 1631/1632 folgt dann die Besetzung und Plünderung der Stadt durch hessische Landknechte. 1634 vertreiben kaiserliche Truppen die Hessen, die jedoch 1635 erneut in Rheda einfallen.

1637 wird das Gymnasium Marianum als Lateinschule in Wiedenbrück gegründet.

Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges wird 1647 Wiedenbrück von schwedischen Truppen erobert.

1655 richte Graf Mauritz eine eigene Münzwerkstatt in Rheda ein und erteil 1657 den Bürgern der Stadt Zoll- und Steuerprivilegien.

1685 vernichtet ein Feuer 26 Häuser in Wiedenbrück.

1718 brennt das Schloss in Rheda.

1745/54 wird der Barocktrakt des Schlosses Rheda mit Rokokofestsaal wird erbaut.

1757 wird Rheda gräfliche Dauerresidenz.

1808 wird durch Napoleon die Herrschaft Rheda der Reichsunmittelbarkeit enthoben und dem Großherzogtum Berg zugeschlagen.

1813 Kosaken erobern das von Franzosen besetzte Wiedenbrück.

1815 fällt Rheda aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen.

1817 die Grafenfamilie in Rheda wird in den preußischen Fürstenstand erhoben.

1819 wird Wiedenbrück zur Garnisonstadt.

1847 setzen sich 19 Bürger der Stadt Rheda dafür ein, dass Rheda an das Eisenbahnnetz angeschlossen wird und zahlen 1.160 Reichstaler für den Eisenbahnbau.

1889 gründet Hugo Simons das Simonswerk und führt 1890 eine eigene Betriebskrankenkasse für seine Arbeiter ein. 1911 lässt er dann die Simonssiedlung erbauen.

Nach Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 werden Hitler und Hindenburg in Rheda und auch in Wiedenbrück zu Ehrenbürgern ernannt. Politische Gegner werden verhaftet und misshandelt, auch gibt es die ersten Schikanen gegenüber der jüdischen Bevölkerung.

1938 wird in der Pogromnacht vom 09.11. auf den 10.11. die jüdische Synagoge am Steinweg niedergebrannt. Einige jüdische Einwohner werden verhaftet und misshandelt. Bis 1940 können 132 Einwohner auswandern. 62 jüdische Einwohner werden deportiert und ermordet.

1988 wird in Rheda-Wiedenbrück die 2. Landesgartenschau Nordrhein-Westfalen durchgeführt.  1989 erhält die Stadt den Namenszusatz "Flora Westfalica".

1994 und 1998 erhält die Stadt den Wanderpreis "Goldene Dampfwalze" für die effektivste städtische Wirtschaftsförderung. 1998 gewinnt die Stadt auch die Silbermedaille im europäischen Wettbewerb "Entente Florale" für Grün und Blumen in Dörfern und Städten und 2005 sogar die Goldmedaille.

2010 Rheda-Wiedenbrück erhält erstmals den European Energy Award. In den Jahren 2013 und 2016 erhält die Stadt erneut diese Auszeichnung.