Rheinhold Elise geb. Daniel, 1865, Celle


Geboren am:

30.07.1865 in Celle

Gestorben am:

23.07.1942 im Ghetto Theresienstadt

Verheiratet mit: Otto Rheinhold
Kinder: Paul und Walter
Geschwister:

Anna (geb. 27.5.1855), Martha (geb. 7.7.1856) und Eugen (geb. 22.10.1858)

Eltern: Philipp Daniel und Elise Daniel geb. Meyer

Aus ihrem Leben

Elise Rheinhold wurde am 30.07.1865 als jüngstes Kind der Eheleute Philipp Daniel und Elise Daniel geb. Meyer, in Celle geboren. Ihre Familie gehörte zu den traditionsreichen jüdischen Familien in Celle, ihr Vater war ein bekannter Kaufmann und Bankier.

Am 07.02.1886 heiratete sie den aus Oberlahnstein (heute Lahnstein) stammenden 10 Jahre älteren Otto Rheinhold, der sich nach seiner Ausbildung zum Handlungsgehilfen im Jahr 1874 im Alter von 19 Jahren in Celle niedergelassen hatte und dort gemeinsam mit seinem älteren Bruder Sartorius die vor Ort stationierten Militäreinheiten belieferte. Aus der Ehe stammen die Söhne Paul und Walter.

In den 1890 er Jahren zog die Familie von Celle in die Arnswaldtstraße nach Hannover, wo ihr Mann zusammen seinem Bruder Sartorius mehrere erfolgreiche Unternehmen gründete. Später zog die Familie in die Erwinstraße in Hannover um.

Am 10.08.1914 fiel ihr ältester Sohn Paul während des Ersten Weltkrieges bei Kämpfen in Frankreich. Während des Krieges stellte die Familie ihr Ferienheim in Winsen als Lazarett zur Verfügung, spendete Gelder an die hannoversche städtische Kriegsfürsorge und das Rote Kreuz. Zudem unterstützten die Firmen ihres Mannes Familien, deren Angehörige zu Kriegsdiensten eingezogen wurden, freiwillig finanziell.

Ihr Mann Otto starb am 16.08.1937 in Hannover, 4 Jahre nachdem er von den Nazis enteignet wurde.

Im September 1941 wurde Elise Rheinhold in das Judenhaus in der Ohestraße 9 in Hannover gebracht, obwohl sie und ihr Mann schon viele Jahre zuvor aus dem Judentum ausgeschieden waren. Dort lebten zeitweise 200 Menschen auf engstem Raum.

Am 23.07.1942 wurde Elsie von Hannover in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Auch ihre älteste Schwester Anna wurde nach Theresienstadt deportiert.

Elise Rheinhold starb im Alter von 77 Jahren am 23.08.1942 in Theresienstadt. Ihr jüngster Sohn Walter überlebte die Zeit des Nationalsozialismus.


Gedenkseite 1878