Rheurdt, Deutschland


Rheurdt ist eine Gemeinde im Westen von Nordrhein-Westfalen und liegt am Niederrhein. 1969 wurden die Gemeinden Rheurdt und Schaephuysen zur Gemeinde Rheurdt zusammengelegt. Weitere Ortsteile sind

  • Finkenberg
  • Kengen
  • Lind
  • Neufeld
  • Saelhuysen
Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Die ersten Besiedlungen des heutigen Gemeindegebietes erfolgten wahrscheinlich unter Karl dem Großen 768 bis 814. Die Endungen „-huysen“ sind sächsisch und bedeuten Haus oder Hof. Die heutigen Ortsteile Schaephuysen und Saelhuysen waren also ursprünglich sächsische Ansiedlungen. Alte Herrengutshöfe nannte man im fränkischen Saelhöfe. Daher vermutlich der Name Saelhuysen, wo es heute noch den Saelmannshof, den wohl ersten Haupthof der Bauernschaft gibt.

Um das Jahr 1000 n. Chr. entstanden Höfe mit der Endsilbe „rode“. 1294 wird Rheurdt urkundlich in einem Steuerregister als „Rorde“ erwähnt.

Der Junkershof (Paaßen) war seit 1369 ein Adelssitz, der von den Grafen von Moers abhängig war. 

1560 ist erstmals eine Kapelle erwähnt.

Die einzelnen Ortsteile Rheurdts gehörten zum Herzogtum Geldern, kamen später zu Preußen und standen von 1798 bis 1814 unter der Herrschaft Napoleons. 1798 wurden Reparaturen an der Domanialmühle (Wind- und Wassermühle) vorgenommen und der Müller Terheggen setzte sich gegen den Bau einer weiteren Mühle ein. 1804 wurde die Wassermühle in Rheurdt aufgegeben.

1815 fielen die Ortschaften aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen und kamen zum Kreis Rheinberg, der wiederum 1823 mit dem Kreis Geldern zusammengelegt wurde. 1857 wurde die Zusammenlegung rückgängig gemacht und der Sitz des Kreises nach Moers verlegt. 

1935 wurden Rheurdt und Schaephuysen dem Amt Vluyn angeschlossen, was von der Bevölkerung als Maßnahme der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft abgelehnt wurde. Jedoch folgte die Trennung vom Amt Vluyn erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges.