Rieß Oskar, 1895, Solingen


Geboren am:

30.07.1895 in Solingen

Gestorben: 1957 in Solingen
Verheiratet: nicht bekannt
Kinder: nicht bekannt
Geschwister: 2 Brüder: Max und Willi
Eltern:

nicht bekannt

Aus seinem Leben

Oskar Rieß wurde am 30.07.1895 in Solingen geboren.

Nach seiner Schulzeit arbeitete er beim Spar- und Bauverein Solingen und wurde dort mit 33 Jahren im Jahr 1928 Geschäftsführer.

Nach Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde er von diesen als Geschäftsführer wegen seiner Mitgliedschaft in der SPD und seinen halbjüdischen Wurzeln abgesetzt.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges schloss sich Oskar mit seinen beiden Brüdern Max und Willi einer Untergrundorganisation an, die zum aktiven Widerstand gegen die Nationalsozialisten aufrief.

Nachdem am 17.04.1945 Solingen von US-Truppen eingenommen worden war, wurde Oskar Rieß vom zuständigen Major John O. Hall zum Oberbürgermeister von Solingen ernannt. 

Am 01.05.1945 hielt Oskar zusammen mit seinem Bruder Max eine Gedenkrede für die 71 Häftlinge, die kurz vor Einnahme von Solingen durch US-Truppen, von SS-Leuten ermordet worden waren.

Seine Amtszeit als Oberbürgermeister von Solingen endete nach 34 Tagen als er von Josef Brisch abgelöst wurde. Oskar Rieß wurde im direkten Anschluss Vorsitzender des Aufsichtsrates des Spar- und Bauvereins und widmete sich bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1956 intensiv dem Wiederaufbau der Stadt. Mit einer Spende von 10.000 Mark unterstützte er 1948 den Wiederaufbau.

Ihm zu Ehren ist in Solingen eine Straße benannt.

Oskar Rieß starb 1957 in Solingen.


Gedenkseite 2043