Scharrenbroich Alfons, 1909, Gummersbach


Geboren am:

30.09.1909 in Gummersbach

Gestorben am: 03.01.1943 bei Belaja Kalitwa in Russland
Verheiratet: ja
Kinder: 2 Söhne
Geschwister: 1 Bruder
Eltern: nicht bekannt

Musiklehrer

Alfons Scharrenbroich wurde am 30.09.1909 in Gummersbach geboren und fiel am 03.01.1943 im Alter von 33 Jahren bei den harten Kämpfen am Don. Er wurde fern von seiner Familie beigesetzt am Dreikönigentag auf dem Heldenfriedhof Forstadt-Donez, heute Belaja Kalitwa in Russland.

Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war er Studienrat am Staatlichen Gymnasium in Köln-Mülheim und unterrichtete Musik. Er war verheiratet und hatte 2 Söhne.

Im Krieg diente er als Wachtmeister in einem Panzer-Artillerie-Regiment. Neben dem Eisernen Kreuz II. Klasse, wurde er mit dem Sturmabzeichen und dem Verwundetenabzeichen und der Ostmedaille ausgezeichnet.


Aus seinem Weihnachtsbrief 1941 an seine Frau, mit dem er das Eiserne Kreuz II. Klasse übersandte:

„… und es ist auch ein Kreuz. Nicht nur der Form nach. Darum will ich es mit Dir unter die Krippe des göttlichen Kindes legen als mein Opfer, an dem auch Deine heißen Gebete und Deine stillen Tränen hängen. Das göttliche Kind möge dieses Opfer segnen. Es ist auch ein Geschenk für die beiden Buben. Wenn sie einmal größer werden, sollen sie es verstehen lernen. Denn es ist ehrlich und hart verdient. Das göttliche Kind weiß auch, dass es nicht ein keckes Wagnis, sondern das Opfer einer harten Pflichterfüllung ist … Dieses Eiserne Kreuz soll mir dann aber auch helfen, meinen männlichen Stolz und meine Ehre, die tief innen sitzt und von niemandem als mir selbst zerstört werden kann, zu bewahren. Ich weiß mehr als vorher, dass Gott lebt und uns lenkt. Darum soll Dir dieses Eiserne Kreuz heute ein blitzendes und strahlendes Zeichen der Freude der Erlösten sein. Darum sind Du mir heute mit den Kindern und den Engeln im Himmel „In dulci jubilo, nun singet und seid froh“.

 

Aus seinem Weihnachtsbrief 1942:

„… Aber wir wollen und vor dem Kinde hinknien, so wenige Menschen und so arme, wie damals am ersten Weihnachtstag. Wir wollen auch so gläubig und so froh sein, wie die Hirten. Alles, was wir haben, unser ganzes Glück, um das wir fürchten, wollen wir ruhig und still dem göttlichen Kind zu Füßen legen. Es kann damit machen, was es will. Gott kann es uns wiedergeben, er kann es uns nehmen. Aber alles wird zu unserm Besten sein. Darum sind wir so arm und so reich. Das Kindlein in der Krippe ist aber der Trost aller Armen, und es bringt mit seinem Lächeln allen Menschen den Frieden, die guten Willens sind.“

 

Auf einem Singabend seiner Division sang der begeisterte Musiker und Musikerzieher Alfons Scharrenbroich zum Schluss mit seinen Kameraden eine Kantate über das Lied: „Kein schöner Land in dieser Zeit“. Es war ihm eine Freude und ein Erlebnis, als seine Kameraden sangen: „Gott mag es lenken, Gott mag es schenken, er hat die Gnad“.


Gedenkseite 956