Schmücker Richard, 1875, Hagen


Geboren am:

03.04.1875 in Hagen

Gestorben am: 27.06.1927 in Krefeld
Verheiratet: nein
Kinder: nein
Geschwister: nicht bekannt
Eltern:

nicht bekannt 

Er hat viel Gutes in seinem Leben bewirkt

Richard Schmücker wurde am 03.04.1875 in Hagen geboren. Er genoss eine christliche Erziehung und hatte schon sehr früh das Verlangen, Priester zu werden. Noch sehr jung kam er nach Krefeld, wo er die Volksschule an der Steinstrasse und die unteren Klassen des Gymnasiums besuchte.

Seine erste Beichte legte er in der Liebfrauenkirche ab, deren dritter Pfarrer er später werden sollte. Er setzte seine Studien fort am Realgymnasium in Köln-Mülheim und am Kaiser Wilhelm-Gymnasium in Köln. An letzterer Anstalt machte er 1894 sein Abiturexamen.

Den theologischen Studien widmete er sich an der Universität Bonn. Am 15.08.1898 wurde er im Kölner Dom durch den Weihbischof Dr. Hermann Josef Schmitz zum Priester geweiht.

Er wurde nach Essen gesandt. Zuerst war er sieben Jahre als Kaplan an der Münsterkirche tätig. Im März 1905 wurde er Rektor, 1907 erster Pfarrer an der neuerbauten Sankt Barbara-Kirche zu Essen, die unter seiner Leitung zustande kam.

Wie an der Münsterkirche, so war er erst recht an Sankt Barbara unermüdlich tätig, nicht nur im Hause Gottes und in der Schule, sondern auch in den großen Aufgaben und Arbeiten der äußeren Seelsorge. Er wurde in Wahrheit ein „guter Hirt“ für die ihm anvertrauten Seelen. Schon bald war das religiöse Leben seiner Pfarre ein überaus erfreuliches.

Die Vereine traten ins Leben und fanden in ihm den sicheren, fachkundigen und warmherzigen Mitarbeiter und Förderer. Das Glück der Familien zu fördern war ihm wichtig. Dazu erfuhr ganz Essen sein segensreiches Wirken in mannigfacher Hinsicht, nämlich im Essener Kirchenblatt, das er nach der Gründung zunächst selbst leitete, vor allem aber durch sein Tätigkeit als Direktor des Essener Caritasverbandes in den schwierigen Jahren 1917 bis 1923.  Vom Caritasverband in Essen wurde unter seiner tatkräftigen Führung das Kinderheim in Brühl gegründet. Hunderten hat er in den Zeiten des Hungers bei mildtätigen Leuten Pflege und Liebe verschafft. Groß war darum auch die freudige Teilnahme bei seinem silbernen Priesterjubiläum am 19.08.1923. Es war zugleich der Abschluss seiner Essener Wirksamkeit.

Das Vertrauen seines Erzbischofs, des Kardinals Karl Josef Schulte, gab ihm einen neuen Wirkungskreis und berief ihn als Pfarrer an die damals an 17000 Seelen zählende Liebfrauenkirche zu Krefeld. Am 30.09.1923 wurde er dort begrüßt. Unter seiner Führung wurde bald das Rektorat St. Bonifatius gegründet und mit der Vorarbeit zum Bau der St. Franziskus-Notkirche begonnen, deren Einweihung er nicht mehr erleben sollte. Eineinhalb Jahre vor seinem Tod lähmte ein schweres Leiden seinen Eifer. Ein mehrmonatlicher Erholungsurlaub im Schwarzwald brachte nur vorübergehende Linderung, bis ihn ein neuer Anfall wieder auf das Krankenlager warf, von dem er sich nicht erheben sollte. Er starb am 27.06.1927 im St. Josefhaus in Krefeld im Alter von 74 Jahren.


Gedenkseite 1502