Schnitzler Margarete, 1904, Düsseldorf


Geboren am:

17.05.1904 in Düsseldorf

Gestorben am: 22.08.1979 in Köln
Verheiratet: nein
Kinder: keine
Geschwister:

Eltern:

nicht bekannt

Niemals sich selbst, immer den anderen

Margarete Schnitzler, geboren am 17.05.1904 in Düsseldorf, wuchs mit fünf Geschwistern in Düsseldorf-Wersten auf. Nach dem Besuch der Marienschule Düsseldorf und dem Lyzeum der Englischen Fräulein in Bensheim erlangte sie das Handelsabitur. In der schweren Übergangszeit zwischen Wirtschaftskrise und Nazi-Diktatur gab sie ihre eigenen Zukunftspläne für ihre Eltern und Geschwister auf.

Sie arbeitete als Chefsekretärin bei Agfa in Leverkusen. Zusammen mit ihren Eltern zog sie 1936 zu ihrem jüngsten Bruder in die Kaplanei von St. Joseph in Köln Nippes und 1941 in das Pfarrhaus des Alexianer-Krankenhaus in Ensen. Ihr Arbeitsweg zwischen Ensen und Leverkusen während des Zweiten Weltkriegs und danach waren Abenteuer und Marter.

Als ihre Mutter schwer erkrankte, übernahm sie die Haushaltsführung vollständig. Sie zeigte auch viel Herz für die Kranken des Enser Klosters. Zugleich war sie treue und kundige Helferin ihres Bruders in der liturgiewissenschaftlichen und konziliaren Arbeit: kritisch, emsig, flink, sprudelnd von Anregungen. Im Pfarrhaus der Basilika St. Aposteln in Köln war sie ehrenamtlich tätig in Rendantur, Pfarrbüro und Caritas. Tausende Päckchen, Gaben, Weihnachtsgeschenke hat sie gepackt und verschickt. Von 1960 bis 1977 war die pfarrliche „Offene Tür“ für alternde Menschen war ihr Werk. Später, von 1977 bis 1979, war sie ähnlich für die Erzbischöfliche Liturgieschule tätig. Bei aller Lebhaftigkeit blieb sie herb, bescheiden, still und zurückhaltend. „Niemals sich selbst, immer den anderen“ war ihr Lebensmotto.

Margarete Schnitzler starb am 22.08.1979 im Alter von 75 Jahren im Kölner Antonius-Hospital.


Gedenkseite 1401