Siegen, Deutschland


Siegen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Folgende Gemeinden wurden von 1902 bis 1975 nach Siegen eingemeindet:

  • Achenbach
  • Breitenbach
  • Bürbach
  • Buschgotthardshütten
  • Eiserfeld
  • Feuersbach
  • Hüttental
  • Kaan-Marienborn
  • Seelbach
  • Trupbach
  • Volnsberg

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik

1079 - 1900


1079 wurde Siegen erstmals urkundlich erwähnt.

Etwa im 12. Jahrhundert wurde das Obere Schloss erbaut.

1303 erhielt Siegen Stadtrechte.

Im 16. Jahrhundert war Siegen bereits eine stark befestigte Stadt mit hohen Mauern, 16 Türmen, 3 Stadttoren und einer großen Burg.

1536 wurde das Pädagogium eingerichtet, der Vorgänger des späteren Gymnasiums Am Löhrtor.

1593 wurden 25 Häuser bei einem Großbrand vernichtet und 11 weitere Häuser stark beschädigt.

1616 wurde eine ritterliche Kriegsschule eröffnet. Ebenfalls wurde das Untere Schloss errichtet.

1673 erschütterte ein Erdbeben die Stadt Siegen.

1682 wurde durch Hochwasser großer Schaden angerichtet.

1695 brach im Hause eines Bäckers ein Feuer aus, was sich über die Stadt verbreitete und 252 Häuser zerstörte. Viele Menschen und Tiere starben bei dem Brand.

1716 wurde angeordnet, dass Grundstücke nur noch mit Hecken umfriedet werden dürfen, statt bisher mit Zäunen.

1777 wurde mit dem Bau der Löhrtor-Brücke begonnen.

1806 wurde Siegen durch Napoleons Truppen besetzt. Siegen kam zum Großherzogtum Berg.

1814 gab es die erste Straßenbeleuchtung (Petroleumlampen) in Siegen.

1815 fiel Siegen aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen und wurde zunächst dem Regierungsbezirk Koblenz und 1817 dem Regierungsbezirk Arnsberg zugeordnet.

1841 nahm der erste Fußboten-Postbeamte seinen Dienst auf.

1869 wurden bei einem Brand etwa 25 Häuser zerstört.

1875 wurde erstmals eine von einem Pferd gezogene Straßenfegemaschine für die Reinigung der Straßen eingesetzt.

1881 richtete ein Unwetter starke Schäden in der Stadt an.

 

Weimarer Republik bis heute


Nach der Novemberrevolution 1918 bildete sich ein Arbeiter- und Soldatenrat, um für Ruhe und Ordnung in der Stadt zu sorgen.

1927 wurde in Siegen ein neues Finanzamt eröffnet.

Bei den Landtagswahlen im April 1932 in Siegen wurde die NSDAP mit 46,6 Prozent stärkste Partei.

Nach Machtübernahme am 30.01.1933 durch die NSDAP wurden Anhänger von anderen Parteien, verhaftet oder verschleppt und gefoltert, deren Häuser wurden durchsucht oder beschlagnahmt.  

Am 25.02.1933 wurden im Siegerland bereits die ersten Arbeitslager errichtet.

In der Pogromnacht vom 09.11. auf den 10.11.1938 wurde die jüdische Synagoge verwüstet und in Brand gesetzt und brannte vollständig aus. Vereinzelt gab es auch Angriffe auf jüdische Geschäfte und Wohnhäuser.

Seit 1939 wurden ausländische Zwangsarbeiter nach Siegen, darunter auch 141 Kinder, gebracht.

Im April 1942 wurden die ersten Juden aus Siegen in das Lager Zamość in Polen deportiert. Weitere Deportationen in das KZ Theresienstadt und KZ Auschwitz folgte.

Bei britischen Luftangriffen Mitte Dezember 1944 wurde Siegen zu 90 Prozent zerstört. Mehrere tausend Menschen starben.

Am 06.04.1945 konnten US-Truppen die Kasernen am Stadtrand einnehmen und am 09.04.1945 die Stadt vollständig einnehmen. Siegen wurde am 09.04.1945 in die Britische Militäradministration übergeben.

Seit 2012 trägt Siegen den Titel "Universitätsstadt".