St. Vith, Belgien


Sankt Vith ist eine Stadtgemeinde in Belgien im Osten der Provinz Lüttich und liegt im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft. St. Vith liegt nah an der deutschen Grenze.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


1130/31 wird St. Vith erstmals als Kirchenstandort urkundlich erwähnt.

1794 wurde St. Vith von französischen Revolutionstruppen besetzt, fiel aber aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses im Jahr 1815 an Preußen und wurde dem Regierungsbezirk Aachen in der späteren Rheinprovinz angegliedert. Bis Ende 1820 war St. Vith Kreisstadt des Kreises St. Vith und gehörte bis 1920 dem Kreis Malmedy an.

1887 wurde St. Vith an die Eisenbahn von Aachen nach Ulflingen in Luxemburg angeschlossen. 1888 folgte der Anschluss an die Westeifelbahn nach Gerolstein.

1917 wurde St. Vith zu einem bedeutenden Eisenbahnknoten mit einer wichtigen Reparaturwerkstatt für deutsche und später belgische Eisenbahnen.

Nach dem Ersten Weltkrieg fielen mit dem Versailler Vertrag die Kreise Eupen und Malmedy dem Königreich Belgien zu.

Am 10.05.1940 marschierten deutsche Truppen in St. Vith ein und die heutigen Ostkantone Belgiens wurden vom Deutschen Reich annektiert. Am 09.08.1944 fanden die ersten Kriegshandlungen in St. Vith durch Bombenangriffe der alliierten Luftwaffe statt. Dabei wurden die Sankt-Vitus-Kirche und der Bahnhof zerstört.

Anfang September 1944 wurde St. Vith evakuiert. Am 13.09.1944 nahmen US-Truppen Sankt Vith kampflos ein und gaben die Verwaltung der Stadt in belgische Hände.

Am 16.12.1944 begann die deutsche Ardennenoffensive und damit verbunden der Beschuss der Stadt St. Vith. Nachdem die Stadt bis zum 22.12.1944 von US-Truppen verteidigt wurde, zog am 23.12.1944 die Wehrmacht wieder in St. Vith ein. Daraufhin wurde St. Vith an den Weihnachtstagen von alliierten Fliegern angegriffen und in Schutt und Asche gelegt. 153 Einwohner und mehr als 1000 Soldaten starben bei den Angriffen, mehr als 90 Prozent der Stadt wurde zerstört und nur 9 Gebäude blieben unversehrt.

Der Wiederaufbau von St. Vith dauerte bis in die 1960er Jahre.