Stegemann Ferdinand, 1892, Freiburg


Geboren am:

31.03.1892 in Freiburg

Gestorben am:

nach dem 15.06.1947 in Kleve

Verheiratet:

nein

Kinder:

keine

Geschwister: nicht bekannt
Eltern: nicht bekannt

Baute die Gemeinde Kleve nach Kriegsende mit auf

Ferdinand Stegemann wurde am 31.03.1892 in Freiburg geboren. Seine Jugendjahre verbrachte er allerdings in Münster, wo er das Gymnasium Paulinum besuchte. In dem tiefgläubigen katholischen Lebenskreis seines westfälischen Elternhauses reifte sein Berufswunsch Priester zu werden, heran. In Münster und Innsbruck studierte er Theologie und empfing am 17.06.1916 im Dom zu Münster die heilige Priesterweihe.

Ferdinand Stegemann war Kaplan in Dülmen, Rees und seit 1931 an der Stiftskirche in Kleve. 1944 wurde er zum Pfarrer von St. Peter in Duisburg-Hochfeld ernannt. Ein Herzleiden zwang ihn jedoch schon nach 15 Monaten, diese ich lieb gewordene Gemeinde, mit der er schweres Kriegsleid aufopferungsvoll getragen hatte, zu verlassen und in den Ruhestand zu treten. Nachdem sich seine Gesundheit wieder gefestigt zu haben schien, drängte ihn sein priesterlicher Eifer, in der großen Notzeit erneut die Bürde seelsorglicher Arbeit auf sich zu nehmen.

1946 wurde ihm das Pfarrrektorat Christus König in Kleve übertragen. Dieser Stadt, mit der er in guten Vorkriegsjahren verwachsen war, wollte er auch in ihrer Zerstörung und Not nahe sein. Er gab ihr in priesterlicher Liebe und Sorge sein Letztes. Ohne Kirche und in der Armut seiner Gemeinde mühte er sich inmitten der Ruinen ab, am Reiche Christi des Königs zu bauen. Die aufreibende Sorge um den Bau einer Notkirche und den inneren Aufbau seiner Gemeinde verzehrte seine ganze Kraft.

Am 15.06.1947 erhielten die Kinder in Kleve die Erstkommunion im Kolpinghaus in Kleve durch Pfarrer Ferdinand Stegemann, der wenige Monate später im Alter von 55 Jahren verstarb. Das genaue Todesdatum ist nicht bekannt.



Gedenkseite 1298