Struckmann Adolf, Prof. Dr., 1872, Lüdenscheid


Geboren am:

31.03.1872 in Lüdenscheid

Gestorben am:

27.06.1954 in Neuenheerse (heute Ortsteil von Bad Driburg)

Verheiratet: nein 
Kinder: nicht bekannt 
Geschwister:

Clara, ClementineFranz, Ludwig

Eltern: Franz Struckmann und Frau Johanna geb. Schupmann

Aus seinem Leben

Adolf Struckmann wurde am 31.03.1872 als ältester Sohn des Rechtsanwalts und Notars Franz Struckmann und dessen Frau Johanna geb. Schupmann, in Lüdenscheid geboren. Die Familie zog in den 1880er Jahren von Lüdenscheid nach Geseke, wo 1886 das jüngste Familienmitglied geboren wurde.

Nach seinem Abitur am Theodorianum in Lüdenscheid studierte er Theologie in Paderborn und wurde dort 1896 zum Priester geweiht. Danach war er zunächst als Kaplan in Hagen tätig, dann an der Präparandenschule in Paderborn.

Eine Präparandenschule war bis zum 20. Jahrhundert die untere Stufe der Volksschullehrerausbildung, wo Schüler auf den Besuch der Lehrerseminare vorbereitet wurden.

Die Ausbildung begann unmittelbar nach dem Ende der Volks- beziehungsweise der Mittelschule. Kurz nachdem er zum bischöflichen Kaplan ernannt wurde, kam er 1902 an die Propsteikirche in Dortmund und wirkte dort 30 Jahre als Studienrat am Städtischen Gymnasium und am Goethe-Lyzeum.

1905 zog seine Schwester Clementine, die aufgrund ihres kränklichen Gesundheitszustandes ihre Tätigkeit als Lehrerin aufgeben musste zusammen mit seiner Mutter in seinem Haus in Dortmund ein. Auch die ältere Schwester Clara zog einige Jahre später bei ihm ein. 1911 erhielt er den Titel Professor.

1942 wurde er zum Prälaten ernannt. Er schrieb eine Reihe theologischer Werke und Schriften. Als Vorsitzender des Verbandes katholischer Religionslehrer führte er deren Zeitschrift, betreute den Verein katholischer Lehrerinnen und war erster Vorsitzender der Katholischen Bürgergesellschaft Dortmund.

1934 ging er in Ruhestand und stellte sich in den Dienst der Seelsorge und des St. Johannis Hospitals in Dortmund.

Als während des Zweiten Weltkrieges Dortmund stark bombadiert und dabei sein Haus zerstört wurde floh er zusammen mit seinen Schwestern Clara und Clementine im Jahr 1943 in das Pfarrhaus des jüngsten Bruders Ludwig nach Neuenheerse. Dort half er 11 Jahre in der Stiftskirche und dem St. Josef-Haus.

Adolf Struckmann starb am 27.06.1954 im Alter von 82 Jahren in Neuenheerse


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