Struckmann Ludwig, 1886, Geseke


Geboren am:

20.01.1886 in Geseke

Gestorben am:

26.08.1951 in Neuenheerse (heute Ortsteil von Bad Driburg)

Verheiratet: nein 
Kinder: nicht bekannt 
Geschwister:

Adolf, Clara, ClementineFranz

Eltern: Franz Struckmann und Frau Johanna geb. Schupmann

Aus seinem Leben

Ludwig Struckmann wurde am 20.01.1886 als jüngster Sohn des Rechtsanwalts und Notars Franz Struckmann und dessen Frau Johanna geb. Schupmann, in Geseke geboren. Die Familie war in den 1880er Jahren von Lüdenscheid nach Geseke gezogen.

Er besuchte die Volks- und Rektoratsschule in Geseke und im Anschluss das Gymnasium in Dortmund und Sittard. Sein Abitur machte er in Münster.

Nach seinem Abitur studierte er Philosophie und Theologie in Paderborn und wurde dort am 03.08.1914 von Bischof Carl Josef Schulte zum Priester geweiht.

Seine erste Anstellung hatte er als Vikar in Wewelsburg. Danach wurde er Kooperator in Hohengandern und Arenshausen (Eichsfeld). Dort entfaltete er seine eifrige Tätigkeit in der Seelsorge und in der Jugenderziehung. Zudem leitete er mit Umsicht den Neubau der Kirche in Arenshausen.

Ganz neue Verhältnisse lernte Ludwig Struckmann kennen, als er nach neunjähriger Tätigkeit in Arenshausen in die Diaspora als Pfarrer von Zerbst im heutigen Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt versetzt wurde. Rund 50 Orte hatte er dort zu betreuen. Mit besonderer Vorliebe widmete er sich der Männerseelsorge und gleichzeitig war er mit Leib und Seele Militärpfarrer in Zerbst, der Heimatstadt von Katharina der Großen. Auch vertrat er jahrelang mit großer Tatkraft die Interessen des katholischen Volksteils der Diaspora innerhalb der Zentrumspartei. Er war ein weit und breit bekannter Redner in großen Volksversammlungen. Nach Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 wurden Mitglieder anderer Parteien, darunter auch Mitglieder der Zentrumspartei von den Nazis verfolgt und Versammlungen verboten.

Am 05.02.1939 übernahm er die Pfarrei Neuenheerse, einem heutigen Stadtteil von Bad Driburg. Dort fand er ein Reiches Arbeitsfeld in der Pflege der alten Stiftskirche und in der Betreuung seiner Pfarrkinder.

Als während des Zweiten Weltkrieges das Haus seines Bruders Adolf bei Bombenangriffen in Dortmund zerstört wurde, zog sein Adolf mit seinen beiden Schwestern Clara und Clementine zu ihm nach Neuenheerse. Sein Bruder Adolf half ihm 11 Jahre in der Stiftskirche und dem St. Josef-Haus.

Besonders hing Ludwig an der Kirche in Kühlen, einem heutigen Stadtteil von Bad Driburg. Diese ließ er noch vor seinem Tod verschönern und erwirkte, dass das Allerheiligste nun ständig dort aufbewahrt wurde.

Am Maria-Himmelfahrtsfest erlitt er nach seiner Frühmesse einen schweren Schlaganfall. Er starb an dem darauffolgenden Sonntag, 26.08.1951, im Alter von 65 Jahren in Neuenheerse. Alle seine älteren Geschwister überlebten ihn.


Gedenkseite 544