Stücklen Richard Dr. h.c., 1916, Heideck


Geboren am:

20.08.1916 in Heideck

Gestorben am: 02.05.2002 in Weißenburg
Verheiratet: Ruth Stücklen geb. Geissler
Kinder: 2
Geschwister: nicht bekannt
Eltern:

nicht bekannt

Aus seinem Leben

Richard Stücklen wurde am 20.08.1916 in Heideck geboren. Nach seiner Schulzeit machte er eine Ausbildung im Elektrohandwerk und war im Anschluss in dem Beruf auch tätig. Neben seiner Arbeit absolvierte er ein Fernstudium, Fachrichtung Elektrotechnik.

1936 wurde er zum Reichsarbeitsdienst und anschließend zum Wehrdienst einberufen. Von 1940 bis 1943 nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil. 1943 heiratete er Ruth Geissler, mit der er zwei Kinder hatte. Bis zum Ende des Krieges war dienstverpflichtet bei der AEG in Freiberg in Sachsen, zuletzt als Abteilungsleiter. 1944 konnte er sein Studium zum Elektroingenieur an der Ingenieurschule Mittweida in Sachsen.

Mit seiner Frau floh Richard Stückler im Mai 1945 vor der einrückenden Roten Armee von Freiberg in Sachsen nach Franken. Nach Kriegsende war er in der elterlichen Schlosserei in Heideck tätig.  


Von 1949 bis 1990 war er Abgeordneter des Deutschen Bundestages, von 1957 bis 1966 Bundespostminister und von 1979 bis 1983 Präsident des Deutschen Bundestages. Als Bundespostminister trieb er durch die Einführung der Postleitzahlen im Jahr 1962 und den Ausbau des telefonischen Selbstwahlbetriebes die Rationalisierung des Post- und Fernmeldewesens voran. Als Präsident des Deutschen Bundestages zeichnete er sich vor allem durch eine pragmatische Amtsführung aus und er erfuhr große überparteiliche Zustimmung.

Auch war er von 1952 bis 1989 Mitbegründer Gesellschafter der BMS Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG in Köln.

Richard Stücklen starb am 02.05.2002 im Alter von 85 Jahren in Weißenburg in Bayern. Seine Ehefrau ist ebenfalls 2002 gestorben.


Auszeichnungen und Ehrungen

Ehrenbürger der Stadt Weißenburg in Bayern, Heideck und Gunzenhausen

1959: Ehrenmitglied der K. D. St. V. Gothia Erlangen im CV

1959: Bayerischer Verdienstorden

1961: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

1963: Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

1964: Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik

1966: Verdienstnadel in Gold des Bundes Deutscher Philatelisten (BDPh)

1980: Orden wider den tierischen Ernst

1981: Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft

1985: Krawattenmann des Jahres

1986: Bayerische Verfassungsmedaille in Gold

Großoffizier der französischen Ehrenlegion

2010: Goldene Ehrennadel der Hochschule Mittweida (in memoriam)


Gedenkseite 2134

Foto aus privater Sterbebildsammlung Werner Ollig