Trier, Deutschland


Trier ist eine Stadt im Südwesten Deutschlands, Rheinland-Pfalz und liegt in der Nähe der luxemburgischen Grenze.

Folgende Gemeinden wurden im Laufe der Jahre nach Trier eingegliedert:

  • 1888: Löwenbrücken, Maar, St. Barbara, St. Paulin, Zurlauben
  • 1912: Feyen (mit Weismark), Heiligkreuz, St. Medard, St. Matthias und der südliche Teil von Pallien
  • 1930: Biewer, Euren, Kürenz, Olewig und der nördliche Teil von Pallien
  • 1969: Ehrang-Pfalzel, Eitelsbach, Filsch, Irsch, Kenner Flur, Kernscheid, Ruwer, Tarforst, Zewen

 

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik

Römisches Reich


Nach einer Sage wurde Trier etwa 2050 v. Chr. gegründet. Darauf weißt eine Inschrift am Roten Haus auf den heutigen Hauptmarkt hin, die besagt, Trier sei 1300 Jahre vor Rom entstanden.

Wissenschaftlich belegt ist, dass Römer 30 v. Chr. am heutigen Petrisberg ein Militärlager gründeten und etwa 16. V. Chr. die Stadt Augusta Treverorum zu Füßen des Petrisbergs an der Mosel. Benannt wurde die Stadt nach Kaiser Augustus und dem keltischen Stamm der Treverer, die sich ebenfalls in der Region niedergelassen haben. Neben Rom war Trier die wichtigste Stadt im römischen Reich.

Mitte des 3. Jahrhunderts wurde die Trier zum Bischofssitz.

271 bis 274 residierte in Trier der römische Gegenkaiser Tetricus I.

275 fielen die Alamannen in Trier ein und zerstörten die Stadt.

Konstantin der Große ließ zwischen 306 bis 337 die Stadt wiederaufbauen und residierte hier als Kaiser von 328 bis 340.

392 - 1899


Bis 392 war Trier Regierungssitz des Römischen Reiches. Zudem war die Stadt mit fast 100.000 Bewohnern die größte Stadt nördlich der Alpen.

Um 475 wurde die Stadt von den Franken eingenommen.

882 eroberten die Wikinger Trier und zerstörten die Trier fast vollständig. 892 zerstörten die Wikinger das teils wiederaufgebaute Trier erneut.

925 fällt Trier an das Ostfrankenreich.

957 erhält Trier Marktrechte

Seit 1149 führt Trier ein eigenes Siegel.

Im 13. Jahrhundert wurde zum Schutz der Stadt eine befestigte Mauer um die Stadt gebaut.

1473 wurde Trier eine Universität gespendet.

1512 fand in Trier ein Reichstag statt.

Im September 1522 wurde die Stadt durch den Reichsritter Franz von Sickingen Trier belagert, allerdings gab er die Belagerung nach ein paar Tagen wieder auf.

1589 starb Dietrich Flade, Jurist, kurfürstlicher Statthalter und Rektor der Universität Trier den Feuertod Er selbst hatte als Hexenrichter zahlreiche Todesurteile gesprochen, geriet 1588 jedoch selber in einen Hexenprozess und wurde am 18.09.1589 im Trier-Euren verbrannt.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Trier zweimal erobert, 1634 von den Spaniern, 1645 von den Franzosen.

1673 besetzten französische Truppen die Trier. 1675 wurde die Stadt von den französischen Truppen befreit, aber in den Jahren 1684, 1688, 1702/04 und 1705/14 erneut von französischen Truppen besetzt.

1792 diente Trier als Quartier der preußisch-hessischen Truppen, die gegen Frankreich zogen.

1794 fiel Trier an die Franzosen. Nach dem Frieden von Lunéville (1801) gehörte Trier zu Frankreich. Die Trierer Bewohner wurden französische Staatsbürger. Es folgte eine Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs, denn die Stadt erhielt Zugang zu französischen Märkten.

1798 wurde die Universität von Napoleon geschlossen.

1814 wurde Trier von preußischen Truppen eingenommen. Seit dem Wiener Kongress 1815 gehörte Trier zu Preußen.

1820 wurde in Trier eine Steuer für alle eingeführten Mehl- und Metzgerprodukte eingeführt, die 1875 wieder abgeschafft wurde.

 

1900 bis heute


Nach dem Ersten Weltkrieg zogen 1918 die preußischen Truppen aus Trier ab und die Stadt wurde bis 1930 von französischen Truppen besetzt.

1936 wird eine Lehrerbildungsanstalt am Schneiderhof eröffnet. Trier wird wieder Hochschulstadt.

1938 wird die Kemmelkaserne eröffnet. Sie war während des Krieges ein berüchtigtes Kriegsgefangenenlager für französische Kriegsgefangene.

In der Reichspogromnacht vom 09. auf den 10.11.1938 wird die jüdische Synagoge von Nationalsozialisten geschändet und 1944 durch einen Bombenangriff völlig zerstört.

Am 13.09.1944 schlugen die ersten Bomben der Alliierten in Trier ein. Darauf wurde die Stadt fast täglich beschossen. Im Dezember 1944 gab es schwere Luftangriffe auf Trier, bei denen mehr als 1600 Häuser beschäftigt wurden und mehr als 420 Menschen starben.

Am 02.03.1945 nahmen Truppen der Alliierten Trier fast kampflos ein.

Seit 1946 gehört Trier zum Land Rheinland-Pfalz.

1957 wurde die neue Synagoge der jüdischen Gemeinde eingeweiht.

1969 erfolgte die Freilegung einer Römerstraße an der Porta Nigra.

1970 wird die Universität als Doppeluniversität Trier–Kaiserslautern eröffnet.

1971 Gründung der Fachhochschule, deren Vorgänger die Staatliche Ingenieurschule für das Bau- und Maschinenwesen war.

1974 wird das Studentenwohnheim Martinskloster eröffnet. Der restaurierte Dom wird wiedereröffnet.

1975 wird die Universität Trier eigenständig und von Kaiserslautern losgelöst.

1984 feiert Trier das Stadtjubiläum „2000 Jahre Trier“.

1986 werden römischen Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

1988 wird bei Bauarbeiten am Viehmarkt eine weitere römische Thermenanlage entdeckt. Im gleichen Jahr wird die Sternwarte Trier eingeweiht.

1993 werden 2558 römische Goldmünzen im Wert von 2,5 Mio. EUR gefunden.

2004 fand die Landesgartenschau in Trier statt.