Tüßling, Deutschland


Tüßling ist eine Marktgemeinde im Landkreis Altötting in Oberbayern und besteht aus den Ortsteilen:

  • Alte Bahn
  • Auösterer
  • Boinham
  • Buch
  • Burgkirchen am Wald
  • Edelthalham
  • Engolding
  • Gänsberg
  • Gassen
  • Haid
  • Heiligenstatt
  • Hiebl
  • Hüttenberg
  • Kiefering
  • Krems
  • Kronack
  • Moos
  • Mooshäusl
  • Mörmoosen
  • Neue Heimat
  • Reichbrandstätt
  • Reichenspurn
  • Sägmeister
  • Schlehub
  • Schwanthal im Loch
  • Schwarzbrunn
  • Stockham
  • Streitberg
  • Troßmating
  • Tüßling
  • Unterburgkirchen
  • Wallering
  • Waltenberg
  • Weitfeld

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Die erste urkundliche Erwähnung von Tüßling als "Tuzzilingen" erfolgte zwischen 711 bis 728 im Salzburger Güterverzeichnis Notitia Arnonis unter Herzog Theotpert. Der Markt Tüßlingen gehörte seit dem 10. Jahrhundert den Grafen von Haslang-Hohenkammer und war Teil des Kurfürstentums Bayern.

1369 wurden die Grafen Toerring die neuen Herren von Tüßling.

1377/1379 erhielt Tüßling von den Herzögen von Bayern Friedrich, Steffan und Johannes das Marktrecht. Tüßling bildete eine geschlossene Hofmark mit Sitz Tüßling.

1583 wurde das Schloss Tüßling fertiggestellt. Schlossherr war Graf Johann Veit von Toerring. Bis 1659 blieb das Schloss im Besitz der Grafen von Toerring und wurde dann von den Grafen von Wartenberg übernommen. 1731 heiratete sich dann die Familie von Haßlangs in Tüßling ein. Die Familie von Haßlang förderte Kultur und Wissenschaft und ließ den Nordflügel zu einem Festsaal umbauen.

1806 erwarb Johann Anton Freiherr Mandl von Deutenhofen die Herrschaft Tüßling, die 1895 durch Erbschaft an den Adolph Freiherr von Peckenzell überging.

1899 wurden die Gemeinden Tüßling Markt und Tüßling Vormarkt zur Gemeinde Tüßling vereinigt.

1905 wurde das Schloss Tüßling von Alfred Michel, der in den bayerischen Adels- und Freiherrenstand gehoben wurde, und dessen Ehefrau Hertha geb.  Gräfin Wolffskeel von Reichenberg gekauft. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges bliebt das Schloss im Besitz der Familie Michels, musste dann aber auf Anweisung der US-amerikanischen Besatzungsregierung geräumt werden. Bis 1958 betrieb der Caritasverband in den Schlossräumlichkeiten ein Altenheim. Bis 1958 diente das Anwesen dem Deutschen Caritasverband als Altenheim, danach kam es wieder in den Besitz der Familie Michel von Tüßling.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl durch Flüchtlinge. Durch den Zuwachs musste die Infrastruktur wie Schulen, Straßen, Wasserbau ausgebaut werden, was für Tüßling eine große Herausforderung darstellte, da kaum Geld für den Ausbau zur Verfügung stand.

1970 wurde Mörmoosen und 1971 Unterburgkirchen eingemeindet.

Heute ist der Markt Tüßling als Wohngebiet sehr begehrt.