van den Berg Maria-Francis Elsbeth, 1935, Remscheid


Geboren am:

27.06.1935 in Remscheid

Gestorben am: 05.12.1976 in Simbabwe (ehemals Rhodesien)
Verheiratet: nein
Kinder: keine
Geschwister: 3
Eltern: Antonius van den Berg und Franziska van den Berg geb. Lueb

Aus ihrem Leben

Maria-Francis Elsbeth van den Berg wurde am 27.06.1935 als Tochter der Eheleute Antonius van den Berg und Franziska Lueb in Remscheid geboren. 1936 zogen ihre Eltern auf den Kreuzhof nach Bensberg-Herkenrath bei Köln. Dort besuchte sie die Volksschule.

Nach einer Volksmission in Herkenrath-Bärbroich im Jahr 1951 stand für sie der Entschluss fest, Missionarin in Afrika zu werden. Mit 17 Jahren meldete sie sich bei den Mariannhiller Missionsschwestern vom Kostbaren Blut (CPS) in Neuenbeken, besuchte die Missionsschule und beendete diese mit dem Oxford-Abitur. 1958 legte sie die erste Ordensprofeß ab, studierte anschließend in London, um sich auf das englisch orientierte Simbabwe (ehemals Rhodesien) in Afrika vorzubereiten.

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Maria-Francis Elsbeth van den Berg

Im August 1959 ging dann ihr Traum in Erfüllung. Sie durfte die große Schiffsreise nach Afrika antreten. Am 08.01.1962 legte sie ihr Gelübde ab. In Simbabwe erwartete sie kein einfaches Arbeitsfeld. Sie war Lehrerin auf mehreren Missionsstationen. Die afrikanischen Mädchen, die sie in Englisch und Latein unterrichtete und denen sie auch das Nähen beibrachte, liebten sie über alles.


Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Totenzettel ihres Vaters Antonius van den Berg

Zweimal durfte sie während ihrer missionarischen Tätigkeit in Afrika ihren Urlaub in Deutschland verbringen. Leider war ihr Vater Antonius, der ihr seinerzeit bei der Suche nach einem Missionsorden beratend geholfen hatte, am 23.05.1967 kurz vor ihrem zweiten Heimatbesuch verstorben.

Maria-Francis Elsbeth starb auf gewaltsame Weise am 05.12.1976 im Alter von nur 41  Jahren in Simbabwe. Zusammen mit dem Mariannhiller Bischof A.G. Schmitt und Pater Possenti Weggartner CMM wurde sie von einem Terroristen während eines Guerillaüberfalles ermordet. Der Mörder, wohl marxistisch beeinflusst, schrie: „Alle Missionare sind Feinde des Volkes!“.

Als erster starb der Bischof. Als sie ihm zu Hilfe eilte, wurde auch sie von einer Kugel tödlich verwundet.

Zur Erinnerung an Schwester Maria-Francis wurde an Allerseelen 2002 in der Kirche ihrer Heimatpfarrei St. Antonius Abbas zu Herkenrath eine Gedenktafel angebracht.


Gedenkseite 2028