van Stephoudt Gerhard, 1927, Sevelen


Geboren am: 15.01.1927 in Sevelen
Gestorben am: 23.09.2010 in Geldern 
Verheiratet mit:  Anna van Stephoudt geb. Schryvers
Kinder:  Herbert
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: Josef van Stephoudt und Maria Katharina van Stephoudt geb. Clemens 

Aus seinem Leben

Gerhard van Stephoudt wurde am 15.01.1927 als Sohn der Eheleute Josef und Maria Katharina van Stephoudt geb. Clemens in Sevelen geboren.

Gemeinsam mit neun Geschwistern wuchs er in Oermten auf und erlebte im jugendlichen Alter noch die Wirren des Zweiten Weltkrieges. Er geriet kurz vor Kriegsende in alliierte Gefangenschaft und wurde nach Cherbourg an die französische Atlantikküste verbracht. Dort meldete er sich als Bauer an und gelangte auf diese Weise bald nach Kriegsende zurück an den Niederrhein. Fortan arbeitete er als Helfer auf verschiedenen Höfen.

Einem freundschaftlichen Rat folgend, erlernte er den Beruf des Maurers bei der Firma Elsemann in Geldern. 

Gerhard van Stephoudt

Zu Beginn der 50er Jahre lernte er Anna Schryvers, „seine Ännie“ kennen. Ihrem Vater Jakob half er nach Feierabend auf dem Kleinbauernhof Schryvers in der Dypt. Am 13.03.1953 heirateten Gerhard und Änni standesamtlich und am 13.10.1953 traten beide in der Katholischen Pfarrkirche zu Sevelen vor den Traualtar. Beide wohnten zunächst an der Töpferstrafe in Oermten und zogen 1958 auf den Hof der Familie Schryvers. Im gleichen Jahr begann der Bau des Hauses an der Dypter Straße und am 31.12.1958 wurde ihr Sohn Herbert geboren.

Beruflich wechselte Gerhard nach Moers zur Firma Render. Seine letzten zehn Berufsjahre verbrachte er als Maurer auf der Zeche „Niederberg" in Neukirchen-Vluyn. 

Gerhard liebte seine Umgebung in der Dypt, besonders die Zusammenkünfte in der Dypter Nachbarschaft, sowie das Vereinsleben in Hartefeld, Sevelen, Oermten, Poelyck und Aengenesch. 

Der Besuch der Samstagsmesse in Hartefeld war ihm wichtig. Ebenso der sonntägliche Frühschoppen in seinem Stammlokal „An de Möss“. Den Kontakt nach Sevelen pflegte er über seine Schulkameraden und über seinen Kegelclub „Kromme Büs“. 

Der 02.07.2003, der Tag an dem seine Änne starb, traf ihn hart. Dennoch gab Gerhard seinem Leben neue Struktur. Er brachte sich mit manchen nachbarschaftlichen Ratschlägen selbst das Kochen bei und führte seinen Haushalt weitestgehend selbstständig. Im Jahr 2009 erkrankte Gerhard. Sein großer Wunsch, noch einmal einen schönen Sommer an der Dypt zu erleben, ging 2010 in Erfüllung, ehe er sich am 24.08.2010 erneut ins Krankenhaus begeben musste. 

Gerhard van Stephout starb am 23.09.2010 in Geldern im Alter von 83 Jahren.


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