Verbeek Albert Prof. Dr., 1909, Köln


Geboren am: 20.02.1909 inKöln
Gestorben am: 24.11.1984 in Bonn
Verheiratet mit: Helma Verbeek geb. Cardauns
Kinder: 5
Geschwister: 5
Eltern: Vater: Hans Verbeek, Mutter nicht bekannt

Aus seinem Leben

Albert Verbeek wurde am 20.02.1909 als dritter Sohn des Stadtbaudirektors und späteren Stadtkonservators Hans Verbeek in Köln geboren. Seine glückliche Kindheit im Kreis seiner fünf Geschwister war überschattet durch den Ersten Weltkrieg und die kriegsbedingte Erkrankung seines Vaters. 

Nach der Reifeprüfung am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Köln studierte er an der Freiburger, Kölner und Bonner Universität Kunstgeschichte, wurde mit 23 Jahren von Paul Clemen mit seiner ausgezeichneten Arbeit über die Kölner Sankt Georgskirche promoviert, volontierte am Schnütgenmuseum bei Prof. Witte, inventarisierte 1934 den Kreis Ahrweiler und begann gleichzeitig mit seinem Studienfreund Hans Erich Kubach das 1976 vollendete opus magnum: „Romanische Baukunst an Rhein und Maas“. 

1937 heiratete er die Schriftstellerin Helma Cardauns, Tochter des im Ersten Weltkrieg gefallenen Historikers Ludwig Cardauns; ihr blieb er in uneingeschränkter Treue bis zum Tod verbunden. Der Ehe entstammen fünf Söhne, deren jüngster Sohn der Künstler Egbert Verbeek ist. 

Alle wissenschaftlichen Aktivitäten unterbrachen der Zweite Weltkrieg, den seine scheue Natur in voller Brutalität von Anfang bis Ende durchstehen musste. Nach Rückkehr aus kurzer Gefangenschaft nahm er sich mit ungeschwächter Energie der wissenschaftlichen Bestandsaufnahme der zertrümmerten Kölner Kirchen an. Seit 1948 arbeitete er bei der Inventarisation in Bonn, später als deren Leiter. 

Mit seinem jähen Tod verschüttet sich eine Fundgrube historisch geordneter Verflechtungen. Familie und Kollegen verlieren in ihm einen nicht ersetzbaren eigenwilligen reich veranlagten Menschen mit weit übers Fachliche gesteckter Teilnahme für Literatur, Musik und Politik. Seine betont einfache Lebensführung, seine Strenge gegen sich selbst, seine durchgeistigte Naturliebe entsprechen seinem unbestechlichen Blick für Wesentlichkeit.

Prof. Dr. Albert Verbeek starb am 24.11.1984 in Bonn im Alter von 75 Jahren.


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