Verbeek Helma geb. Cardauns, 1913, Bonn


Geboren am: 08.07.1913 in Bonn
Gestorben am: 21.03.2004 
Verheiratet: Prof. Dr. Albert Verbeek
Kinder: 5
Geschwister: 1 älterer Bruder gestorben um 1916/1917
Eltern: Ludwig Cardauns und Helene Cardauns geb. Krings

Aus ihrem Leben

Helma Cardauns wurde am 08.07.1913 als Tochter des Historikers Ludwig Cardauns und dessen Ehefrau Helene Cardauns geb. Krings in Bonn geboren. Während des Ersten Weltkriegs verlor sie 1915 Ihren Vater und bald darauf ihren Spielgefährten, ihren 3 Jahre älteren Bruder. Entsprungen aus ihrer Einsamkeit und ihrem Mitteilungsbedürfnis entstanden die ersten Gedichte, ehe sie lesen und schreiben konnte.

Nach dem Tod ihres Vaters wuchs bei ihren Großeltern mütterlicherseits, dem Architekten Heinrich Krings und seiner Frau, in Köln auf, wo sie das Gymnasium besuchte. 1929 brach sie ihre Schulausbildung ab und lebte bis 1931 bei ihrer Mutter in Rom. Nach ihrer Rückkehr aus Rom absolvierte sie ein Volontariat bei der Kölnischen Volkszeitung. Von 1933 bis 1936 studierte sie Germanistik, Philosophie und katholische Theologie an der Universität Bonn.

1937 heiratete sie den Kunsthistoriker und späteren Rheinischen Landeskonservator Prof. Dr. Albert Verbeek. Der Ehe entstammen fünf Söhne, deren jüngster Sohn der Künstler Egbert Verbeek ist. Neben ihrer Familie widmete sich Helma Verbeek der Literatur. Ihr literarisches Werk umfasst über ein Dutzend Bücher – Lyrik und Prosa -, von denen die Romantrilogie (Eine Kölner Kindheit, Luftwurzeln und Espenlaub und Lorbeerblatt) vier Generationen Köln-Bonner Familiengeschichte erzählt. Helma Verbeek würde nicht widersprechen, wenn man sagte, dass dies literarische Oeuvre eher nebenbei entstand.

Ab 1957 lebte sie mit ihrem Ehemann in Bonn, zeitweise auch in Altenahr-Kirchsahr. Zeitlebens schöpfte sie Kraft und Zuversicht auf ihrem Glauben und dem Gebet. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1984 fand sie in dem Geographen Eberhard Mayer einen treuen Lebensgefährten. Helma Verbeek war Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller und erhielt 1993 den KölnLiteraturPreis.

Helma Verbeek starb am 23.03.2004 im Alter von 90 Jahren. Sie wurde auf dem Friedhof Melaten in Köln im Familiengrab beigesetzt.


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