Vogts Hans Prof. Dr. Ing., 1883, Berlin


Geboren am:

25.06.1883 in Berlin

Gestorben am: 07.03.1972 in Unkel 
Verheiratet mit: Hedwig Vogts geb. Giesen
Kinder: 2
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: Richard Vogts und Johanna Vogts geb. Kaaf

Aus seinem Leben

Hans Vogts wurde am 25.06.1883 als Sohn des Kaufmanns Richard Vogts und dessen Frau Johanna geb. Kaaf in Berlin geboren. Nach dem Besuch des Tricoronatums in Köln studierte er an den Technischen Hochschulen Aachen und Darmstadt, wo er zum Dr.-Ing. promovierte. 

1913 heiratete er Hedwig Giesen. Mit ihr verband er sich in einer 46 Jahre währenden liebevollen Ehe, aus der zwei Kinder entstammten. Ihnen und ihren Kindern war er stets ein verständnisvoller Vater und Großvater. 

Er begann seine berufliche Tätigkeit als Baumeister bei verschiedenen Behörden an zahlreichen Orten in Deutschland, bevor er 1913 das Amt des Kreisbaumeisters in Zell an der Mosel übernahm. Seit 1925 wirkte er in Köln als Denkmalpfleger. Von 1932 bis 1948 leitete er als Konservator der Stadt Köln das Amt für Denkmalpflege. Dieser Aufgabe widmete er sich mit großer Tatkraft trotz der immer größer werdenden Schwierigkeiten sachlicher und persönlicher Art in den folgenden Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft und der Kriegsereignisse bis nach dem Zusammenbruch. Seit 1942 lehrte er an der Universität zu Köln das Fach Denkmalpflege und Heimatschutz als Honorarprofessor. Seine beispielgebende Tätigkeit galt der Bewahrung und Pflege historischer Kulturgüter. Sie fand Ausdruck in seinen Bemühungen um die städtebauliche Erhaltung seiner Vaterstadt Köln und zahlreicher historischer Bauten im ganzen Rheinland. Seine Arbeit, die er durch sein öffentliches Wirken in geachteten und traditionsreichen Verbänden und Körperschaften unterstützte, führte zu einer Vielzahl von Veröffentlichungen, die ihm über die Grenzen Kölns und des Rheinlandes hinaus wissenschaftliches Ansehen brachten. 

Seine Forschungen über die Rheinische Baugeschichte führte zu einer intensiven Beschäftigung mit Geschichte, Literatur und Genealogie im Allgemeinen, insbesondere aber mit der eigenen Familiengeschichte. Hier hat er, angeregt durch seine Vorfahren und unterstützt durch Geschwister und Verwandte dafür gesorgt, dass seiner Familie das Wissen um das Leben und den Geist der Voreltern erhalten blieb. Seinen Lebensabend verbrachte er in Unkel, das ihm durch die Erinnerung an seine Vorfahren besonders am Herzen lag und an denen Geschick und Wohl er stets regen Anteil nahm. Seine Schaffensfreude verließ ihn erst bei seinem Tod. 

Prof. Dr. Ing. Hans Vogts starb am 07.03.1972 in Unkel im Alter von 88 Jahren.


Gedenkseite 502