Wallhof Hans SAC, 1931, Krummöls


Geboren am: 28.07.1931 in Krummöls (Schlesien)
Gestorben am: 18.01.2004 in Limburg
Verheiratet: nein
Kinder: keine
Geschwister: 5
Eltern: Walter Wallhof und Gertrud Wallhof geb. Kurtz

Aus seinem Leben

Hans Wallhof wurde am 28.07.1931 in Krummöls, Schlesien als Sohn der Eheleute Walter und Gertrud Wallhof geb. Kurtz geboren. Er war das 5. Kind von 6 Kindern. Zwei seiner Geschwister starben jedoch sehr früh.

Von 1938 bis 1942 besuchte er Volksschule in Krummöls und anschließend die Realschule in Löwenberg, die aufgrund des Zweiten Weltkrieges Ende 1944 geschlossen wurde. 1946 wurde die Familie aus Schlesien vertrieben und fand eine neue Heimat in Ittenbach bei Königswinter. An der Hochschule der Pallottiner in Vallendar, begann Hans Wallhof 1946 eine Ausbildung zum Gärtner. Der Rektor der Hochschule, Dr. Wilhelm Möhler, erkannte schnell die große Begabung von Hans Wallhof, mit Worten umzugehen und ermöglichte ihm die Aufnahme im Bischof-Vieter-Kolleg in Limburg. Dort schloss er 1955

seine Schulzeit mit dem Abitur ab, wobei er 1949/1950 aufgrund einer Lungenkrankheit seine Schulzeit unterbrechen musste. Nach dem Abitur studierte er Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar und legte dort am 25.04.1960 seine Ewige Profess ab. Am 16.07.1961 wurde er von Bruno-Augustin Hippel in der Pilgerkirche in Schönstatt zum Priester geweiht. Sein Theologiestudium schloss er 1963 mit dem Magistertitel ab.

Eine wunderbare Begabung hatte ihm der Schöpfer mit ins Leben gegeben. Priester Hans Wallhof konnte in geradezu spielerischer Weise Gedanken und Empfindungen, Aussagen des Glaubens und Sätze der Bibel ins Wort heben. Seine lyrische Sprache traf die Herzen vieler und half, das Leben zu lieben, zu gestalten oder auch auszuhalten. Im gesprochenen Wort, in Vorträgen und Predigten, mehr noch im geschriebenen war er Künder des großen Geheimnisses Gott, war er Seelsorger der Menschen in der Mitte und an den Rändern des Lebens. Trauernde konnte er stützen. Suchende begleiten. Gescheiterte ermutigen. Glücklichen das Lachen verschönern. Die Freude des Priesters Wallhof an der Dichtung war offenkundig.

Darum wurde er von Oktober 1964 bis März 1965 zur Illustrierten „Die Bunte“, Burda Verlag in Offenburg, geschickt, lernte dort das Handwerk des Redakteurs und leitete anschließend von 1966 bis 1998 die Redaktion der Schweizer Pallottiner-Zeitschrift „ferment“. Von 1968 bis 1991 pendelte er zwischen Gossau in der Schweiz und Limburg an der Lahn. Hier redigierte „Das Zeichen“. In Wort und Bild gab seine Zeitschrift Lebenshilfe aus dem Glauben. Darüber hinaus kündete er in zahlreichen Publikationen „Von den Kräften des Herzens“, „Vom Wunder der Freundschaft“ und „Von der Zärtlichkeit Gottes“. Er vermochte „Gott in allen Dingen“ zu entdecken.

1976 erhielt Hans Wallhof den Katholischen Journalistenpreis der Deutschen Bischofskonferenz für sein „ferment - Gebete auf dem Züricher Bahnhof". 1998 gab er aus gesundheitlichen Gründen die Redaktionsleitung von „ferment“ ab. 2000 schied er aufgrund seiner fortschreitenden Alzheimererkrankung ganz aus dem Redaktionsteam aus.

Hans Wallhof liebte es, als Schiffsgeistlicher Länder und Menschen kennen zu lernen, als Begleiter von „ferment-reisen“ Erholung zu vermitteln.

In einem seiner Gebete heißt es: „Gott, in der Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit unserer Tage suchen wir Leben und Halt. Darum brauchen wir dich mit der dreifachen Fülle deiner Liebe“.

In den letzten Jahren musste er das Zerbrechen seiner Geisteskraft und das Entgleiten seiner Persönlichkeit hinnehmen. Jetzt darf er in der ewigen Heimat die erlösende Freundschaft des Auferstandenen erleben und eine unbeschreibliche Geborgenheit in der Umarmung Gottes.

Hans Wallhof starb am Sonntag, 18.01.2004 um 12.15 Uhr im Alter von 72 Jahren in der Pflegestation des Missionshauses in Limburg.


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