Weber Heinrich, 1888, Recklinghausen


Geboren am:

20.10.1888 in Recklinghausen

Gestorben am:

29.08.1946 in Münster

Verheiratet: nein
Kinder: nicht bekannt
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: nicht bekannt

Aus seinem Leben

Heinrich Weber wurde am 20.10.1888 in Recklinghausen geboren.

1912 wurde er in der Hohen Domkirche zu Münster zum Priester geweiht. Zunächst war er in verschiedenen Pfarrgemeinden der Stadt Münster tätig. Bereits seit Beginn seiner seelsorglichen Tätigkeit galt sein besonderes Interesse der Caritas. Er gründete den Caritasverband der Diözese Münster.

1920 promovierte er zum Dr. rer. pol. und habilitierte sich in der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster. 1922 wurde er zum Professor ernannt. 

Als Nachfolger auf dem Lehrstuhl des berühmten Sozialreformers Franz Hitze galt sein Interesse den Sozialwissenschaften. Dan seiner besonderen Organisationsfähigkeit un der ich eigenen Initiative wurde er Mitbegründer zahlreicher caritativer Anstalten und Einrichtungen im westfälischen Raum. Als Universitätsdozent und Jünger der Caritas stand er in engem Kontakt mit der studierenden Jugend, die ihm großes Vertrauen entgegenbrachte.

1935 wurde er Zwangsversetzt an die Universität Breslau. Auch hier erwartete ihn ein reiches Arbeitsfeld. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität und seiner publizistischen Betätigung wandte er sich insbesondere der kirchlichen Verwaltung zu. Die bereits in Münster gegründete Bischöfliche Finanzkammer stand weiterhin unter seiner Leitung. In Breslau rief er als überdiözesane Einrichtung das Institut für kirchliche Verwaltung und Finanzwirtschaft ins Leben.

1937 wurde er vom Papst zum Päpstlichen Hausprälaten ernannt.

Nach 10 Jahren in Schlesien erfolgte dort der Einmarsch der Russen und er kehrte zurück in seine westfälische Heimat. Dort erhielt Professor Weber sofort wieder die Berufung auf seinen alten Lehrstuhl in Münster. Als wissenschaftlicher Präsident der Sozialforschungsstelle an der Universität Münster sowie als wissenschaftlicher Leiter der für das Bistum Münster begründeten Katholischen Sozialakademie erfüllten ihn weitgehende Pläne zur Neugestaltung der sozialen Verhältnisse.

Er starb am 29.08.1946 nach schwerer Krankheit im Alter von  57 Jahren in Münster.


Gedenkseite 2053