Wiltingen, Deutschland


Wiltingen ist ein Weinort an der Saar im Landkreis Trier-Saarburg, Rheinland-Pfalz.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

 

Chronik


1030 wird Wiltingen erstmals urkundlich in einem durch den Trierer Erzbischof Poppo bestätigten Besitzverzeichnis des Mergener Klosters erwähnt.

Im Mittelalter besaßen verschiedene Klöster Grundeigentum und Höfe in und um Wiltingen, so unter anderem das Prümer Kloster, die Trierer Benediktinerabtei St. Marien sowie das Mettlacher Kloster. 

1732 wurde das Pfarrhaus in Wiltingen erbaut.

Bis 1794 war Wiltingen gemeinsam mit der Nachbargemeinde Kanzem eine eigenständige Enklave im Kurfürstentum Trier, welches zum Herzogtum Luxemburg gehörte.

1815 wurde Wiltingen aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses Teil der preußischen Rheinprovinz.

Zwischen 1858 bis 1860 erfolgte der Bau der Saartalbahn. Durch die 1860 eröffnete Strecke von Trier nach Saarbrücken erhielt Wiltingen auch einen Bahnhof.

1909 wurde mit dem Bau der heutigen Pfarrkirche St. Martin begonnen.

Auch wenn während des Zweiten Weltkrieges Wiltinger Männer zum Wehrdienst verpflichtet wurden, blieb Wiltingen bis Ende 1944 weitgehend vom Krieg verschont. Ende 1944 kam es zu alliierten Luftangriffen und Wiltingen wurde zweimal geräumt. Bei Bombenangriffen wurden Pfarrhaus, Pfarrkirche und einige Wohnhäuser beschädigt. Am 01.03.1945 wurde Wiltingen von US-Truppen kampflos eingenommen. Zwar befanden sich noch junge Wehrmachtsoldaten im Ort, diese sollen aber von der Bevölkerung ermahnt worden sein, das Dorf nicht durch einen sinnlosen Kampf einer Zerstörung zu opfern.

Am 18.07.1946 wurde Wiltingen dem Saargebiet angegliedert, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Am 06.06.1947 kam Wiltingen in das 1946 neugebildete Land Rheinland-Pfalz.