Zirfas Peter, 1877, Oberhausen


Geboren am:

17.05.1877 in Oberhausen

Gestorben am: 07.11.1950 in Bonn
Verheiratet mit: Wilhelmina Zirfas geb. Neuhaus
Kinder: Heribert, Wolfgang, Gisela und Mechtildis
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: Johann Zirfas und Franziska Zirfas geb. Patt

Er verlor bis auf eine Tochter seine gesamte Familie während der Kriegsjahre

Peter Zirfas wurde am 17.05.1877 in Oberhausen als Sohn von Johann Zirfas und Franziska Patt geboren. Nach Absolvierung des Gymnasialstudiums erhielt er am Gymnasium in Mülheim/Ruhr das Reifezeugnis. An den Universitäten Marburg, Berlin und Bonn studierte er zur Vorbereitung auf den Lehrberuf Deutsch, Französisch und Geschichte. Den pädagogischen Vorbereitungsdienst leistete er in Koblenz ab. Nur wenige Jahre waren ihm an praktischer Arbeit in den Diensten der Jugend als Lehrer vergönnt. Durch seine in kurzer Zeit erworbene Erfahrung und seine umfassenden Rechtskenntnisse zog er schon bald die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich. So wurde er zunächst im Kreis Kleve zum Schulinspektor ernannt.

In Kleve heiratete er am 17.08.1910 Wilhemina Neuhaus. Von Kleve aus wurde er 1915 als Regierungs- und Schulrat nach Trier berufen, wo er bis 1921 wirkte. Sein aufrechtes, offenes und herzliches Wesen erwarben ihm überall Freunde, seine Pflichttreue und sein fachmännisches Wissen Achtung.

1921 wurde er nach Arnsberg versetzt und zum Oberregierungs- und Schulrat befördert. 1935 wurde er nach Merseburg versetzt. 1938 bat er aufgrund der politischen Lage unter dem grausamen Nazi-Regime um Entbindung von seinen Pflichten als Lehrer und trat schweren Herzens in den Ruhestand. Die letzten 12 Jahre seines Lebens verbrachte er in Bonn.

In dieser Zeit wurden ihm die schwersten Prüfungen, die einen Ehemann und Vater treffen können, auferlegt. Sein ältester Sohn Heribert, bereits mit abgeschlossener Hochschulausbildung und zum Regiments-Baurat ernannt, erlag als Oberleutnant und Kompanieführer am 02.01.1943 seinen Verwundungen, die er sich bei Kämpfen im Kaukasus zugezogen hatte. Seine geliebte Ehefrau Wilhemina, mit der er 33 Jahre glücklich verheiratet war, starb am 30.11.1943 an den Folgen einer schweren Krankheit, die sie zuvor lange ans Krankenbett gefesselt hatte. Nur 4 Monate nach ihrem Tod, Anfang April 1944 verlor sein jüngster Sohn Wolfgang, ein studierter Ingenieur, als Leutnant der Reserve bei Odessa sein junges Leben. Am 27.09.1944 starb seine jüngste Tochter Mechtildis, Ärztin am St. Hildegardis-Krankenhaus in Köln-Lindenthal, bei einem Fliegerangriff auf Köln. Nur seine älteste Tochter Gisela und er überlebten die grausamen Kriegsjahre. Diese schweren Prüfungen trafen ihn furchtbar, dennoch verlor er den Glauben an das Gute und die Güte Gottes nicht.

Gemeinsam mit seiner Tochter Gisela überstand er all die schweren Schicksalsschläge, bis ihn 1950 ein Gallenleiden auf das Krankenlager zwang. Bei einer unvermeidlichen Operation stellte sich ein schweres Leiden heraus, dem er wenige Tage später erlag. Peter Zirfas starb am 07.11.1950 in Bonn im Alter von 73 Jahren an den Folgen eines Gallenleidens.


Gedenkseite 1513