Zöller Ludwig Dr., 1906, Wertheim


Dr. Ludwig Zöller
Geboren am: 30.03.1906 in Wertheim
Gestorben am: 02.04.1977
Verheiratet:  nicht bekannt
Kinder:  nicht bekannt
Geschwister: 4
Eltern: nicht bekannt

 

Im Sinne der von ihm zuletzt gebeteten Worte des heiligen Paulus „Wenn ihr mit Christus auferstanden seid, so sucht was droben ist“ formte er sein Leben.

Ludwig Zöller wurde am 30.03.1906 in Wertheim am Main geboren. Er verbrachte seine Kindheit mit vier Geschwistern in Neustadt im Odenwald. Das Gymnasium absolvierte er in Aschaffenburg. Nachdem 1923 der Vater gestorben war, übersiedelte die Mutter mit den Kindern nach Speyer. Um die Sorge für die Familie mitzutragen, unterbrach er sein Studium und begann als Redakteur an der „Pfälzer Zeitung“ in Speyer seine publizistische Laufbahn. Seinem beruflichen Ethos und seiner christlichen Überzeugung blieb er auch in den Jahren noch 1933 treu, was zu zweimaliger Verhaftung und schließlich zum Berufsverbot führte.


Nach Beendigung seines Studiums mit Promotion ging er bis 1945 in die private Wirtschaft. Mit dem Wiedererstehen der freien Presse wurde er der erste Chefredakteur des „Rheinischen Merkur“, an dem er bis zuletzt mitarbeitete. 1949 setzte er nach der Neubegründung der „Trierischen Landeszeitung“ vier Jahre lang seine Kraft für deren Wiederaufbau ein. Im Anschluss daran übernahm er eine leitende Stellung beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Bonn. In seinem publizistischen Wirken bewies er Mut und unbeirrbare Grundsätzlichkeit. Von seiner Grundhaltung aus sah er das Entscheidende in der Treue zu Gott und zum bedrängten Menschen. Mit großem Engagement verfolgte er in den letzten Jahren besonders die theologische Diskussion. Den gleichen Einsatz widmete er der Pflege der Musica Sacra, besonders dem Gregorianischen Choral.

Dr. Ludwig Zöller starb am 02.04.1977 im Alter von 71 Jahren.


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